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Symbolbild, KI-generiert

Deutsche Telekom Aktie: Macquarie-Deal für Fiberhost und Inea

Telekom investiert eine Milliarde Euro in polnische Glasfaserfirmen, meldet parallel US-Stellenabbau und hebt den Cashflow-Ausblick an.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Milliardendeal für Glasfasernetze
  • T-Mobile US baut Stellen ab
  • Cashflow-Prognose angehoben
  • MagentaTV gewinnt über eine Million Kunden

Die Deutsche Telekom hat ihre Konvergenzstrategie in Polen mit einem Milliardendeal untermauert. Der Konzern vereinbarte mit Macquarie Asset Management den Erwerb der Glasfaser-Gesellschaften Fiberhost und Inea zu einem Unternehmenswert von rund 1,0 Milliarden Euro. Die beiden Firmen sollen T-Mobile Polska im Festnetzgeschäft stärken und das Konvergenzangebot aus Mobilfunk und Breitband ausbauen.

Der Zukauf reiht sich in eine Phase ein, in der der Konzern an mehreren Fronten gleichzeitig agiert. Während in Polen investiert wird, schrumpft in den USA die Belegschaft: Die Tochter T-Mobile US meldete den Abbau von 4.671 Stellen im ersten Halbjahr 2026 im Rahmen ihrer „Workforce Transformation 2025-2026“.

Der Konzern begründet den Schritt mit der Modernisierung des US-Geschäfts, das trotz der Einschnitte operativ das Rückgrat der Konzernbewertung bleibt.

Zahlen liefern das Fundament

Die zugrunde liegende operative Stärke zeigte sich bereits in den Ergebnissen für das zweite Quartal, die der Konzern vorgelegt hatte. Der organische Umsatz stieg um 3,3 Prozent auf 29,9 Milliarden Euro, das bereinigte EBITDA AL legte organisch um 7,3 Prozent auf 11,8 Milliarden Euro zu.

Zusätzlich hob der Konzern die Prognose für den freien Cashflow AL auf rund 20,0 Milliarden Euro an, nachdem zuvor mehr als 19,8 Milliarden Euro in Aussicht standen.

Auch das Privatkundengeschäft in Deutschland lieferte einen Wachstumsimpuls: MagentaTV gewann mehr als eine Million Neukunden, begünstigt durch Sondereffekte rund um die Fußball-Weltmeisterschaft. Solche Impulse untermauern die Erzählung eines Konzerns, der operativ auf mehreren Beinen steht – im Breitbandgeschäft, im Streaming und über die polnische Landesgesellschaft.

Aktie mit klarer Erholung

An der Börse kommt diese Mischung aus Wachstum und Kapitaldisziplin an. Die Aktie notiert aktuell bei 29,17 Euro und legte im heutigen Handel um 1,2 Prozent zu. Auf Monatssicht steht ein Plus von 7,4 Prozent, auch wenn der Titel noch rund 15 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 34,35 Euro liegt.

Ein einzelner Chart-Dienstleister hatte kürzlich ein technisches Verkaufssignal mit einem theoretischen Kursziel von 17,52 Euro ausgegeben – ein automatisiertes Screening-Signal, das der fundamentalen Entwicklung der vergangenen Wochen entgegensteht und für sich genommen wenig Aussagekraft besitzt.

Blick nach vorne

Anleger richten den Blick nun auf zwei kommende Termine: Am 5. Oktober lädt der Konzern zu einem Investorentag rund um Künstliche Intelligenz, am 5. November folgen die Zahlen zum dritten Quartal. Beide Termine dürften zeigen, ob sich die Kombination aus internationalem Zukauf, US-Restrukturierung und Cashflow-Stärke fortsetzt – und ob die operative Dynamik ausreicht, um die Bewertungslücke zum Jahreshoch weiter zu schließen.

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