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Symbolbild, KI-generiert

Deutsche Telekom Aktie: Europas KI-Infrastruktur

Die Deutsche Telekom baut mit dem SOOFI-Projekt eine der größten KI-Fabriken Europas auf und positioniert sich als souveräne Alternative zu US- und chinesischer Technologie.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Trainiert europäisches Großsprachmodell mit 100 Mrd. Parametern
  • Betreibt eine der größten KI-Rechenzentren Europas
  • Solide Finanzbasis mit Wachstum und Aktienrückkäufen
  • Präsentiert KI-Call-Assistant mit Echtzeitübersetzung

Mitten in München laufen die ersten Trainingsläufe für ein europäisches Großsprachmodell — betrieben von T-Systems, der IT-Tochter der Deutschen Telekom. Das SOOFI-Projekt der Leibniz Universität Hannover ist mehr als ein Auftrag im zweistelligen Millionenbereich. Es markiert einen strategischen Wandel: vom Telefonkonzern zur kritischen KI-Infrastruktur Europas.

Souveräne KI auf deutschem Boden

Das Vorhaben ist technisch ambitioniert. Ab März 2026 betreibt T-Systems einen Verbund aus rund 130 NVIDIA DGX B200 Systemen mit insgesamt über 1.000 GPUs exklusiv für SOOFI. Das neue Modell soll mit rund 100 Milliarden Parametern das bisherige europäische Sprachmodell Teuken7B ablösen — und vollständig auf deutschem Boden trainiert werden.

Die Infrastruktur dahinter ist eine der größten KI-Fabriken Europas: über 10.000 GPUs, 0,5 ExaFLOPS Rechenleistung, rund 20 Petabyte Speicherkapazität. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert das Forschungskonsortium bis Juli 2026 mit 20 Millionen Euro. Für T-Systems ist das ein Einstieg in ein Geschäftsmodell, das langfristig wiederkehrende Umsätze verspricht — und die Abhängigkeit vom klassischen Verbindungsgeschäft reduziert.

Europas wachsender Wunsch nach Alternativen zu US- und chinesischer KI-Technologie spielt der Telekom dabei direkt in die Hände. DSGVO-Konformität und Ausrichtung an der EU-KI-Regulierung sind keine Bürde, sondern Verkaufsargument.

Solide Basis, klare Ziele

SOOFI ist nicht das einzige KI-Projekt im Konzern. Beim Mobile World Congress 2026 präsentierte die Telekom den Magenta AI Call Assistant — entwickelt mit dem KI-Spezialisten ElevenLabs, direkt ins Telefongespräch integriert, ohne separate App, mit Echtzeit-Übersetzung in bis zu 50 Sprachen.

Die operative Ausgangslage für diesen Transformationskurs ist solide. Für 2025 meldete der Konzern einen Umsatz von 119,1 Milliarden Euro bei organischem Wachstum von 4,2 Prozent. Der bereinigte Nettogewinn stieg auf 9,7 Milliarden Euro, das bereinigte Ergebnis je Aktie auf 2,00 Euro. Wichtigster Wachstumstreiber bleibt T-Mobile US mit einem Service-Umsatz-Plus von 7,8 Prozent. Die vorgeschlagene Dividende von 1,00 Euro je Aktie entspricht einem Anstieg von elf Prozent gegenüber dem Vorjahr — ergänzt durch ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 2 Milliarden Euro für 2026.

Für 2026 peilt das Management ein bereinigtes EBITDA von 47,4 Milliarden Euro und einen Free Cash Flow von 19,8 Milliarden Euro an. Wie sich die KI-Initiativen erstmals in den Quartalszahlen niederschlagen, zeigt sich am 13. Mai — zuvor steht am 1. April die Hauptversammlung in Bonn an.

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