Die Deutsche Telekom schraubt ihre Jahresziele nach einem starken Auftakt leicht nach oben. Der Schritt fällt klein aus, aber die Botschaft ist klar: Das operative Geschäft läuft besser als erwartet, vor allem in den USA. Am deutschen Markt hält der Konzern ebenfalls Tempo, während der Kurs noch den Rückstand der vergangenen Monate verdaut.
Beim bereinigten EBITDA AL peilt der Vorstand nun rund 47,5 Milliarden Euro an, nach zuvor 47,4 Milliarden Euro. Das ist keine große Anhebung. Sie zeigt aber, dass der Konzern nach dem ersten Quartal mehr Puffer in der operativen Entwicklung sieht.
Beim Free Cashflow AL lautet die neue Marke mehr als 19,8 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll weiter bei etwa 2,20 Euro liegen.
Operativ stärker als erwartet
Im ersten Quartal stieg der Konzernumsatz auf 29,9 Milliarden Euro. Organisch, also bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseffekte, lag das Plus bei 4,7 Prozent. Der berichtete Zuwachs fiel wegen Gegenwinds deutlich flacher aus.
Das bereinigte operative Ergebnis EBITDA AL legte organisch um 7,5 Prozent auf 11,5 Milliarden Euro zu. Der bereinigte Konzernüberschuss erreichte 2,6 Milliarden Euro.
Der unbereinigte Nettogewinn sank dagegen um 28,2 Prozent auf rund 2,0 Milliarden Euro. Der Rückgang geht laut Konzern vor allem auf hohe Sondereffekte im Vorjahreszeitraum zurück, nicht auf einen operativen Einbruch.
USA bleibt der Motor
Der stärkste Schub kommt weiter von T-Mobile US. In den Vereinigten Staaten erhöhte sich der Service-Umsatz organisch um 11,5 Prozent auf 18,9 Milliarden US-Dollar. Damit bleibt die US-Tochter der zentrale Treiber für Wachstum und Ergebnisqualität.
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Auch die Profitabilität zog dort kräftig an. Das bereinigte EBITDA AL in den USA stieg um 12,9 Prozent auf 9,1 Milliarden US-Dollar. Für den Bonner Konzern ist das wichtig, weil die US-Tochter schon länger den größten Teil der Dynamik liefert.
Deutschland läuft weniger spektakulär, aber stabil. Der Segmentumsatz kletterte um 1,9 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro, im Mobilfunk kamen rund 200.000 Vertragskunden hinzu.
Im Breitbandgeschäft hält die Telekom einen Marktanteil von 40,1 Prozent. Die zunehmende Nutzung von Glasfaseranschlüssen stützt die Infrastrukturstory, auch wenn der Ausbau kapitalintensiv bleibt.
Aktie reagiert freundlich
An der Börse fiel die Reaktion freundlich aus. Die Aktie notiert bei 27,95 Euro und liegt am Mittwoch um 1,23 Prozent im Plus. Auf Sicht von 30 Tagen steht dennoch ein Minus von 3,98 Prozent.
Der Kursaufschlag wirkt deshalb eher wie Erleichterung als wie Euphorie. Operativ liefert der Konzern, charttechnisch hat die Aktie aber noch Arbeit vor sich.
Rückenwind kommt von der Bonitätsseite: S&P hob das langfristige Rating von BBB+ auf A- an und verwies auf den stabilen Ausblick sowie die starke Marktposition. Im Inland bleibt die Tarifrunde ein Störfaktor, nachdem Verdi in Rheinland-Pfalz und im Saarland Warnstreiks zur Durchsetzung einer Entgeltforderung von 6,6 Prozent ausgerufen hat.
Die leicht höhere Prognose ist kein großer Sprung, aber sie setzt einen klaren Akzent: Die Telekom wächst operativ weiter, getragen von den USA und einem robusten Heimatmarkt. Wenn der Cashflow wie geplant über die neue Zielmarke steigt, bekommt die Aktie ein stärkeres Fundament als der schwache Monatsverlauf vermuten lässt.
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