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Deutsche Telekom Aktie: EBITDA-Prognose auf 47,5 Milliarden

Die Deutsche Telekom steigert Umsatz und operativen Gewinn im ersten Quartal 2026, die Aktie reagiert jedoch zurückhaltend.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Organischer Umsatz steigt um 4,7 Prozent
  • EBITDA-Prognose leicht auf 47,5 Milliarden angehoben
  • T-Mobile US bleibt wichtigster Wachstumstreiber
  • Goldman Sachs senkt Kursziel, behält Kaufempfehlung

Starke Zahlen, verhaltener Kurs: Die Deutsche Telekom startet operativ robust ins Geschäftsjahr, bekommt an der Börse aber keinen klaren Rückenwind. Der Konzern wächst weiter, hebt die Jahresprognose leicht an und sticht damit im europäischen Telekomsektor positiv heraus. Der Haken liegt woanders: Bewertung, Kosten und die Abhängigkeit vom US-Geschäft bleiben die zentralen Punkte.

US-Geschäft treibt das Wachstum

Im ersten Quartal 2026 steigerte die Deutsche Telekom den organischen Umsatz um 4,7 Prozent auf 29,9 Milliarden Euro. Das ist kein Ausreißer nach oben, aber ein solides Signal in einem Markt, in dem viele Wettbewerber kaum noch wachsen.

Noch stärker fiel der operative Gewinn aus. Das bereinigte EBITDA AL legte um 7,5 Prozent auf 11,5 Milliarden Euro zu, der Free Cashflow AL erreichte 5,7 Milliarden Euro. Besonders wichtig: Der freie Mittelzufluss wächst weiter, wenn auch nur leicht.

Auf dieser Basis hob das Management die Prognose für 2026 an. Erwartet wird nun ein bereinigtes EBITDA AL von rund 47,5 Milliarden Euro, zuvor standen 47,4 Milliarden Euro im Plan. Der Schritt ist klein, aber er zeigt: Der Vorstand sieht genug Stabilität, um die Latte etwas höher zu legen.

Der wichtigste Treiber bleibt T-Mobile US. Die amerikanische Tochter liefert weiter den Großteil der Wachstumsdynamik. CEO Tim Höttges dämpfte allerdings Erwartungen an eine kurzfristige vollständige Übernahme. Langfristig bleibt das Thema relevant, operativ steht es derzeit nicht im Mittelpunkt.

Aktie bleibt gebremst

Am Markt kommt die operative Stärke nur begrenzt an. Die Aktie notiert bei 28,06 Euro und verliert am Donnerstag 0,64 Prozent; seit Jahresanfang bleibt lediglich ein Plus von 0,68 Prozent.

Das passt zum Bild der vergangenen Monate. Die Zahlen liefern Unterstützung, reichen aber nicht für eine klare Neubewertung. Anleger preisen offenbar ein, dass höhere Gewinne allein nicht alle offenen Themen lösen.

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Goldman Sachs reagierte nach den Quartalszahlen mit einer Anpassung. Analyst Andrew Lee senkte das Kursziel von 42,00 Euro auf 40,00 Euro, beließ die Einstufung aber auf „Buy“. Auch die Platzierung auf der „Conviction Buy List“ bleibt bestehen.

Die Botschaft ist damit zweigeteilt. Das Kurspotenzial sieht die Bank weiterhin, die Modelle wurden nach den neuen Eckdaten aber vorsichtiger gerechnet. Kein Wunder, dass die Aktie trotz guter Zahlen nicht durchstartet.

Konkurrenz schwächelt deutlich

Im Branchenvergleich wirkt die Telekom stabil. Telefónica Deutschland meldete im ersten Quartal einen Umsatzrückgang von 8,6 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro, das EBITDA sank um 8,4 Prozent.

Dort belastet vor allem die Migration von 1&1-Kunden zu Vodafone. Für die Telekom ist das Umfeld damit nicht automatisch einfacher, aber die relative Stärke fällt auf. Sie wächst, während ein wichtiger Wettbewerber spürbar unter Druck steht.

Auf der Kostenseite bleibt jedoch Arbeit. In den laufenden Tarifverhandlungen hat Verdi erste Angebote bereits als unzureichend zurückgewiesen. Parallel sucht der Konzern nach Wachstumsfeldern in KI-Cloud-Diensten und im Rüstungssektor.

Nach dem Quartal ist das Bild klar: Operativ läuft die Deutsche Telekom besser als viele europäische Wettbewerber, die Aktie verlangt aber mehr als eine kleine Prognoseanhebung. Trägt T-Mobile US weiter und bleibt die Tarifrunde kontrollierbar, bekommt die vorsichtige Neubewertung der Analysten eine solide Grundlage.

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Diskussion zu Deutsche Telekom

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.