Die DZ Bank senkt ihr Kursziel für die Deutsche Telekom von 37 auf 35 Euro. Trotzdem bleibt die Kaufempfehlung bestehen. Der Grund: Die operative Cashflow-Stärke des Konzerns überzeugt die Analysten mehr als kurzfristige Wachstumsdellen.
DZ Bank sieht weiter Potenzial
Bei einem aktuellen Kurs von 27,54 Euro entspricht das gesenkte Kursziel von 35 Euro immer noch einem Aufwärtspotenzial von rund 27 Prozent. Die Analysten stützen ihre Einschätzung vor allem auf die US-Tochter T-Mobile US.
Die jüngsten Zahlen der Tochtergesellschaft fielen gemischt aus. Beim Umsatzwachstum blieb T-Mobile US leicht hinter den Erwartungen zurück. Die Prognose für den freien Cashflow hob das Management aber auf 18,4 bis 18,8 Milliarden US-Dollar für das Gesamtjahr 2026 an. Genau diese Zahl wertet die DZ Bank als Beleg für die fundamentale Stärke des Gesamtkonzerns.
Rückkaufprogramm als Vertrauenssignal
Parallel zur Analystenmeinung sendet die Deutsche Telekom selbst ein Signal. Der Konzern kauft weiter eigene Aktien zurück. Allein zwischen dem 20. und 24. Juli erwarb das Unternehmen rund 1,35 Millionen eigene Anteile, wie aus einer offiziellen Mitteilung hervorgeht.
Am Markt gilt diese kontinuierliche Kapitalrückführung als klares Zeichen. Das Management sieht die eigene Aktie auf dem aktuellen Niveau offenbar als unterbewertet an. Das deckt sich mit der Argumentation der DZ Bank, die trotz gesenktem Kursziel auf die attraktive Bewertung im Branchenvergleich verweist.
Auf Sicht von zwölf Monaten liegt die Aktie dennoch mit 12,90 Prozent im Minus. Diese Schwäche erklärt teilweise, warum Analysten und Management aktuell gegensteuern wollen.
Halbjahresbericht am 6. August im Blick
Der eigentliche Test für die These der DZ Bank steht bevor. Am 6. August 2026 legt die Deutsche Telekom ihren vollständigen Halbjahresfinanzbericht vor.
Anleger erwarten dabei konkrete Details zu einer zentralen Frage. Wie stark stützen die Cashflow-Zuwächse aus den USA das europäische Geschäft und den kostenintensiven Glasfaserausbau in Deutschland? Die angehobene Cashflow-Prognose von T-Mobile US liefert dafür bereits einen ersten Hinweis, bestätigen muss sie der Konzern aber mit eigenen Zahlen aus dem Europageschäft.
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