Die Deutsche Telekom hat heute ihre Jahreszahlen vorgelegt – und die Reaktion der Anleger fällt ernüchternd aus. Trotz ordentlicher Zahlen und einer Rekorddividende von 1,00 Euro je Aktie rutscht der Kurs im XETRA-Handel zeitweise um 1,6 Prozent auf 33,12 Euro ab. Was steckt hinter der Zurückhaltung?
Der Bonner DAX-Konzern steigerte den Umsatz 2025 um 2,9 Prozent auf 119,1 Milliarden Euro. Organisch, also bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte, lag das Plus bei soliden 4,2 Prozent. Der bereinigte operative Gewinn (EBITDA AL) kletterte um 2,8 Prozent auf 44,2 Milliarden Euro – organisch sogar um 4,7 Prozent. Unter dem Strich verdiente die Telekom 9,6 Milliarden Euro, allerdings deutlich weniger als die 11,2 Milliarden Euro im Vorjahr.
Ausblick enttäuscht die Analysten
Für 2026 stellt CEO Timotheus Höttges ein EBITDA-Wachstum von sieben Prozent auf rund 47,4 Milliarden Euro in Aussicht. Der freie Cashflow soll auf 19,8 Milliarden Euro zulegen. Klingt solide – doch die Analysten hatten mehr erwartet. RBC bemängelt, dass die Gewinnprognose von 17,4 Milliarden Euro (plus/minus eine Milliarde) unter dem Konsens von 18,1 Milliarden liegt.
Die Deutsche Bank Research hält dennoch an ihrem „Buy“-Rating mit Kursziel 42 Euro fest. Analyst Robert Grindle hebt hervor, dass das vierte Quartal und der Ausblick im Rahmen der Erwartungen liegen. Besonders positiv wertet er die Belebung im deutschen Heimatmarkt, wo die Service-Umsätze organisch um 1,1 Prozent stiegen.
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US-Tochter bleibt Wachstumstreiber
Das Gros der Umsätze macht die Telekom längst in den USA. T-Mobile US kündigte bereits Mitte Februar an, das bereinigte EBITDA 2026 von 33,9 Milliarden auf 37,0 bis 37,5 Milliarden Dollar zu steigern. JPMorgan-Analyst Akhil Dattani verweist darauf, dass die Kernkennziffern vom deutschen Markt positiv überraschen – an den Konsensschätzungen dürfte sich aber wenig ändern.
Parallel zum Zahlenwerk gab die Telekom bekannt, dass der Glasfaser-Ausbau auf Hochtouren läuft. 2,5 Millionen Haushalte wurden 2025 neu angeschlossen, 0,3 Millionen mehr als 2024. Bis 2030 sollen 25 Millionen Haushalte Zugang zu Glasfaser erhalten – doppelt so viele wie derzeit. Allerdings nutzen bislang nur 16,4 Prozent der erschlossenen Haushalte auch tatsächlich einen Glasfaser-Vertrag bei der Telekom.
Zusätzlich plant das Management für 2026 Aktienrückkäufe von bis zu zwei Milliarden Euro. Die Rekorddividende von 1,00 Euro je Aktie soll die Aktionäre bei Laune halten. Ob das ausreicht, um die Skepsis der Anleger zu vertreiben, bleibt abzuwarten.
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