Die Deutsche Telekom hat ein hartes erstes Halbjahr hinter sich. Erst vor wenigen Tagen markierte die Aktie ein neues Jahrestief. Jetzt mehren sich die positiven Nachrichten – von der US-Tochter bis zum deutschen Heimatmarkt.
Am Dienstag schloss das Papier bei 25,85 Euro. Binnen sieben Tagen legte der Kurs um 6,38 Prozent zu. Das Jahrestief vom 30. Juni bei 23,54 Euro liegt damit spürbar hinter der Aktie.
Neue Führung bei T-Mobile US
T-Mobile US baut sein Management um. Am Dienstag holte die US-Tochter Chris Sambar als neuen Chief Enterprise Officer an Bord. Sambar bringt zwei Jahrzehnte Erfahrung von AT&T mit – dort leitete er unter anderem den Aufbau des 5G-Netzes.
Seine Aufgabe: Wachstum bei kleinen und mittleren Unternehmen sowie im Regierungsgeschäft vorantreiben. Sambar berichtet direkt an T-Mobile-Chef Srini Gopalan. Parallel übernimmt André Almeida die neu geschaffene Rolle des Chief Marketing, Brand and Broadband Officer.
Beide Personalien folgen den Zielen, die der Konzern im Februar auf seinem Kapitalmarkttag gesteckt hatte. Der Plan: Wachstum jenseits des klassischen Mobilfunkgeschäfts.
Erster Platz im Festnetztest zurückerobert
Auch in Deutschland läuft es operativ rund. Beim aktuellen Festnetztest des Fachmagazins „Imtest“ sicherte sich die Telekom am 8. Juli den ersten Platz zurück. Zuvor hatte Wettbewerber 1&1 zeitweise die Spitze übernommen.
Das Management wertet den Erfolg als Bestätigung der milliardenschweren Infrastruktur-Investitionen der vergangenen Jahre. Vor allem der Glasfaserausbau zahlt sich aus.
Aktienrückkauf läuft weiter
Parallel zu den operativen Erfolgen treibt die Telekom ihr Rückkaufprogramm voran. Laut der 13. Zwischenmeldung vom 6. Juli kaufte der Konzern zwischen dem 29. und 30. Juni weitere 727.344 eigene Aktien zurück. Der gewichtete Durchschnittskurs lag zwischen 23,98 und 25,67 Euro.
Seit dem Start der aktuellen Tranche am 2. April summieren sich die Rückkäufe auf über 19,3 Millionen Aktien. Das Gesamtprogramm für 2026 hat ein Volumen von bis zu zwei Milliarden Euro. Die eingezogenen Papiere sollen das Kapital senken oder Mitarbeiterprogramme bedienen.
Charttechnik zeigt Stabilisierung
Trotz der jüngsten Erholung bleibt die Bilanz auf Jahressicht negativ: minus 7,25 Prozent seit Jahresbeginn. Zum 52-Wochen-Hoch von 34,35 Euro vom 27. Februar fehlen weiterhin rund 24,75 Prozent. Auf Monatssicht steht ein Minus von 6,61 Prozent zu Buche.
Der Relative-Stärke-Index steht bei 43,8 – ein neutraler Wert. Die Aktie ist damit weder überkauft noch überverkauft. Der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt von 27,47 Euro beträgt aktuell minus 5,91 Prozent.
Der nächste wichtige Termin steht bereits fest: Am 6. August legt die Telekom ihren Zwischenbericht für das zweite Quartal und das erste Halbjahr 2026 vor. Dann zeigt sich, ob die operativen Erfolge bei T-Mobile US und im deutschen Festnetzgeschäft auch in den Zahlen ankommen.
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