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Deutsche Telekom Aktie: Aufwärts im Abwärtstrend

Die Deutsche Telekom startet ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm, während die Aktie charttechnisch im Abwärtstrend notiert. Analysten sehen dennoch erhebliches Aufwärtspotenzial.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Start eines 2-Milliarden-Euro-Rückkaufprogramms
  • Charttechnisch klarer Abwärtstrend erkennbar
  • Analysten sehen 36 Prozent Kurssteigerungspotenzial
  • Veröffentlichung der Jahreszahlen Ende Februar

Während der DAX am Montag 1,33 Prozent verlor, schwamm die Deutsche Telekom gegen den Strom. Mit einem Plus von knapp 2 Prozent auf 27,58 Euro gehörte der Bonner Konzern zu den wenigen Lichtblicken im schwachen Index. Doch die Tagesperformance täuscht über die größeren Probleme hinweg: Charttechnisch befindet sich die Aktie in einem klaren Abwärtstrend.

Milliarden-Rückkauf läuft auf Hochtouren

Der Konzern kauft eigene Aktien in großem Stil zurück. Das am 5. Januar gestartete Programm hat ein Volumen von bis zu 2 Milliarden Euro für 2026. Allein in der ersten Handelswoche flossen 42,37 Millionen Euro in den Rückkauf von über 1,5 Millionen Papieren.

Die Eckdaten des Programms:

  • Gesamtvolumen 2026: bis zu 2 Milliarden Euro
  • Erste Tranche: maximal 550 Millionen Euro (bis 26. März 2026)
  • Durchschnittspreis erste Woche: 27,72 Euro je Aktie
  • Ausführung: ausschließlich über Xetra

Die zurückgekauften Aktien werden größtenteils eingezogen. Ein kleinerer Teil dient Management-Vergütungen und Mitarbeiterbeteiligungen.

Charttechnik bereitet Sorgen

Die positive Tagesentwicklung ändert nichts an der angespannten technischen Lage. Der Kurs notiert 23,56 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 35,91 Euro aus dem März 2025. Das Jahrestief bei 26,00 Euro liegt dagegen nur rund 5 Prozent entfernt.

Besonders problematisch: Die Aktie hat in der Vorwoche sowohl die 50- als auch die 100-Tage-Linie nach unten durchbrochen. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt fast 10 Prozent. In allen relevanten Zeitfenstern dominiert der Abwärtstrend.

Analysten sehen massives Potenzial

Die Experten lassen sich von der Kursschwäche nicht beirren. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 37,50 Euro – ein Aufwärtspotenzial von 36 Prozent. Barclays empfiehlt die Aktie mit einem Kursziel von 40 Euro zum Kauf, UBS setzt auf 35,70 Euro. Die Deutsche Bank bleibt ebenfalls positiv gestimmt.

Mit einem KGV von rund 11 und einer erwarteten Rekord-Dividende von 1,00 Euro je Aktie (Rendite: über 3,5 Prozent) erscheint die Bewertung moderat. Für 2025 kalkulieren Analysten mit einem Gewinn je Aktie von 1,97 Euro.

Zahlen am 26. Februar

Die Jahresergebnisse 2025 werden am 26. Februar veröffentlicht. Die Q3-Zahlen vom November zeigten bereits die Richtung: Umsatzplus von 1,5 Prozent auf 28,94 Milliarden Euro, bereinigter Gewinn je Aktie stieg um knapp 16 Prozent auf 0,55 Euro. Mit einer Marktkapitalisierung von 137 Milliarden Euro bleibt die Telekom der mit Abstand wertvollste europäische Telekommunikationskonzern – weit vor Orange (38 Milliarden) und Telefónica (19 Milliarden).

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Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.