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Deutsche Telekom Aktie: Aufgeschoben oder aufgehoben?

Verdi ruft zu erweiterten Warnstreiks bei der Telekom auf. Die Aktie fällt, während der Konzern Rekord-Ergebnisse meldet.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Warnstreiks auf vier Bundesländer ausgeweitet
  • Kein Angebot der Arbeitgeber in zweiter Runde
  • Telekom-Aktie nahe 52-Wochen-Tief
  • Nächste Verhandlungen am 11. Mai

Ver.di dreht die Eskalationsspirale weiter. Nach den ersten vollschichtigen Warnstreiks im Norden und Osten Deutschlands am Dienstag dehnt die Gewerkschaft die Arbeitsniederlegungen am Mittwoch auf Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen aus.

Auslöser ist eine festgefahrene Tarifrunde. Die zweite Verhandlungsrunde am 27. April endete ohne jedes Angebot der Arbeitgeberseite — für ver.di Grund genug, zum Warnstreik aufzurufen. Die Gewerkschaft fordert für rund 60.000 Tarifbeschäftigte eine Entgeltsteigerung von 6,6 Prozent bei zwölf Monaten Laufzeit, dazu einen Mitgliederbonus von 660 Euro jährlich. Auszubildende und dual Studierende sollen 120 Euro mehr pro Monat erhalten.

Kunden spüren die Folgen

Ver.di-Arbeitskampfleiter Pascal Röckert machte die Auswirkungen konkret: Schlechtere Erreichbarkeit, Verzögerungen im technischen Kundenservice, Stockungen beim Glasfaserausbau und Terminabsagen seien nicht zu vermeiden. Wie weitreichend die Einschränkungen ausfallen, hängt davon ab, wie schnell beide Seiten aufeinander zugehen.

Aktie unter Druck, Zahlen im Blick

Der Kurs der Deutschen Telekom leidet bereits. Mit knapp 26,76 Euro notiert die Aktie rund 17 Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt und hat seit Jahresbeginn fast vier Prozent verloren. Der Tarifstreit ist dabei nur ein Faktor — die Aktie bewegt sich nahe ihrem 52-Wochen-Tief.

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Politisch brisant: Der Konzern hatte für 2026 ein Aktienrückkaufprogramm von zwei Milliarden Euro angekündigt. Genau solche Ausschüttungen liefern Gewerkschaften regelmäßig das Argument, dass Spielraum für höhere Löhne vorhanden sei.

Auf der Ertragsseite steht die Telekom solide da. Das bereinigte EBITDA stieg 2025 organisch um 2,8 Prozent auf 44,2 Milliarden Euro, für 2026 peilt das Unternehmen rund 47,4 Milliarden Euro an.

Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 11. und 12. Mai angesetzt — zwei Tage vor der Veröffentlichung der Q1-Zahlen am 13. Mai. Ob bis dahin ein Angebot der Arbeitgeber auf dem Tisch liegt, wird auch darüber entscheiden, wie die Märkte den Quartalsbericht aufnehmen.

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Diskussion zu Deutsche Telekom

Dr. Robert Sasse

Dr. Robert Sasse ist promovierter Ökonom und Unternehmer mit umfassender Expertise in Finanzmärkten und Wirtschaftstheorie. Seine akademische Ausbildung verbindet er mit praktischer Unternehmenserfahrung, um fundierte Analysen zu langfristigen Anlagestrategien zu liefern.

Als Verfechter einer marktwirtschaftlichen Ordnung fokussiert sich Dr. Sasse auf die Vermittlung von Strategien für nachhaltigen Vermögensaufbau durch Aktieninvestments. Seine wissenschaftlich fundierten Beiträge auf stock-world.de richten sich an Anleger, die eigenverantwortliche, informierte Entscheidungen für ihre finanzielle Zukunft treffen möchten.

Dr. Sasse spezialisiert sich auf die verständliche Aufbereitung komplexer ökonomischer Zusammenhänge und die praktische Anwendung von Investmentstrategien für die Altersvorsorge. Sein Ansatz kombiniert theoretisches Wissen mit klarem Praxisbezug, um Lesern Orientierung in einem dynamischen Marktumfeld zu bieten.

Mit seiner Expertise unterstützt er Anleger dabei, die Chancen des Kapitalmarkts systematisch und langfristig zu nutzen – unabhängig von kurzfristigen Marktschwankungen.