Während der Gesamtmarkt schwächelt, untermauert die Deutsche Telekom ihre Rolle als defensives Schwergewicht im DAX. Ein beschleunigter Glasfaserausbau im Heimatmarkt und eine neue Satelliten-Kooperation mit SpaceX zeigen, dass der Konzern über das klassische Mobilfunkgeschäft hinauswächst. Gepaart mit starken Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr entsteht ein robustes Gesamtbild.
US-Tochter liefert, Deutschland baut aus
Das Fundament für dieses selbstbewusste Auftreten liefert die Bilanz des Jahres 2025. Mit einem organischen Umsatzplus von 4,2 Prozent auf 119,1 Milliarden Euro übertraf der Konzern die Markterwartungen. Der primäre Treiber bleibt dabei das amerikanische Geschäft. T-Mobile US verzeichnete ein operatives Gewinnwachstum von knapp 7 Prozent, weshalb die Bonner ihren Anteil an der Tochtergesellschaft im Februar konsequent auf 52,8 Prozent aufstockten.
Im deutschen Heimatmarkt sank der Gesamtumsatz zwar leicht, dafür treibt das Unternehmen den Glasfaserausbau zügig voran. Mit 2,5 Millionen neuen Anschlüssen im vergangenen Jahr rückt das Ziel von 25 Millionen erreichbaren Haushalten bis 2030 näher. Mittlerweile nutzen über zwei Millionen Kunden die direkten Glasfaserverbindungen bis ins Haus.
Starlink-Deal und Kapitalrückflüsse
Neben dem operativen Kerngeschäft richtet sich der Konzern auf neue Technologien aus. Die Anfang März angekündigte Kooperation mit der SpaceX-Tochter Starlink soll ab 2028 ein hybrides Netz aus Mobilfunk und Satellitentechnologie in Europa etablieren.
Gleichzeitig pflegt das Management die Aktionärsstruktur. Das laufende Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 2 Milliarden Euro für 2026 stützt den Titel spürbar. Allein seit Jahresbeginn sammelte das Unternehmen über 10 Millionen eigene Papiere über die Börse ein.
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Diese Kombination aus operativem Wachstum und konstanter Kapitalrückgabe spiegelt sich in der relativen Stärke an der Börse wider. Mit einem Schlusskurs von 33,24 Euro am Freitag verzeichnet das Papier seit Jahresanfang ein beachtliches Plus von 19,27 Prozent und trotzt damit dem jüngsten Abwärtstrend im deutschen Leitindex.
Konkrete Vorgaben für das laufende Jahr
Für das Geschäftsjahr 2026 hat der Vorstand ehrgeizige Zielmarken definiert:
– Bereinigtes EBITDA: rund 47,4 Milliarden Euro
– Freier Cashflow: rund 19,8 Milliarden Euro
– Bereinigtes Ergebnis je Aktie: etwa 2,20 Euro
Die nächste Bestätigung dieser Prognosen steht am 13. Mai an, wenn die Ergebnisse für das erste Quartal präsentiert werden. Zuvor profitieren Anleger von der auf 1,00 Euro angehobenen Dividende, die am 2. April mit dem Ex-Dividendentag wirksam wird. Bis dahin sichert das kontinuierliche Rückkaufprogramm die Aktie strukturell ab, während die fundamentalen Daten den langfristigen Kurs der Bonner untermauern.
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