Bundesweit sind bereits 98 Prozent aller Telefonzellen abgebaut. Was nach einer Randnotiz klingt, markiert für die Deutsche Telekom einen strategisch wichtigen Schritt: Die Bereinigung teurer Altlasten schafft Spielraum für den Ausbau des 5G-Netzes — und das kommt auch an der Börse an.
Telefonzellen weg, 5G-Masten her
Laut Zahlen des Deutschen Städte- und Gemeindebundes vom März 2026 verfügen 75 Prozent aller Kommunen über keine öffentlichen Fernsprechanlagen mehr. Den endgültigen Abschluss des Projekts plant der Konzern nun für den 31. Dezember 2026 — etwas später als ursprünglich vorgesehen. Ursache sind operative Hürden: Stromabschaltungen erfordern aufwendige Tiefbauarbeiten, Frostphasen unterbrechen den Rückbau, und kommunale Vorgaben variieren stark.
Interessant ist auch eine stille Strategieänderung: Ursprünglich sollten rund 3.000 Standorte als sogenannte Small Cells für die Mobilfunkverdichtung erhalten bleiben. Diese Pläne wurden inzwischen verworfen — auch diese Anlagen werden vollständig demontiert.
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Ländlicher Raum im Fokus
Parallel dazu treibt die Telekom den Netzausbau in der Fläche voran. Im Kreis Lippe sind mittlerweile fast 100 Prozent der Haushalte mit Mobilfunk versorgt; in den nächsten drei Jahren sollen dort zwölf neue Standorte entstehen und 95 weitere aufgerüstet werden. In der Südwestpfalz, wo aktuell 96 Prozent der Haushalte abgedeckt sind, plant der Konzern über 20 Neubauten und 33 technische Aufrüstungen.
Alle neuen und modernisierten Standorte werden serienmäßig mit Notruftechnologie (Advanced Mobile Location) und dem Warnsystem Cell Broadcast ausgestattet — letzteres ermöglicht die direkte Bevölkerungswarnung über das Mobilfunknetz bei regionalen Gefahren.
Kurs nahe Jahreshoch
Die Kombination aus Kostenabbau und Netzinvestitionen spiegelt sich in der Kursentwicklung wider. Mit einem Plus von knapp 20 Prozent seit Jahresbeginn gehört die Telekom-Aktie zu den stärkeren Werten im deutschen Telekomsektor. Mit 33,35 Euro notiert das Papier nur rund drei Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 34,53 Euro. Solange der 5G-Ausbau planmäßig voranschreitet und die Kostenbasis durch den Abbau der Altinfrastruktur weiter sinkt, dürfte das Papier seinen Ruf als verlässlicher Infrastrukturwert behalten.
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