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Deutsche Telekom Aktie: Abgang mit Fragezeichen

Der strategisch wichtige Technologievorstand der Deutschen Telekom tritt überraschend zurück. Die Nachfolge ist ungeklärt, während das Unternehmen starke Finanzergebnisse vorlegt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Überraschender Abgang des Technologiechefs Mudesir
  • Finanzvorstand Illek übernimmt Ressort kommissarisch
  • Starke Quartalszahlen und positive Prognose für 2026
  • Nachfolgefrage überschattet positive Geschäftsentwicklung

Der Technikchef geht – und das ausgerechnet zum Monatsende. Abdurazak Mudesir, bei der Deutschen Telekom verantwortlich für Product and Technology, verlässt den Konzern zum 31. März 2026 auf eigenen Wunsch. Der Grund: eine neue berufliche Aufgabe im Ausland. Die offizielle Mitteilung datiert vom 23. März, knapp eine Woche vor seinem letzten Arbeitstag – für einen DAX-Konzern ein ungewöhnlich kurzfristiger Abgang.

Finanzvorstand übernimmt vorübergehend

Mudesir kam 2018 von Huawei zur Telekom und prägte seitdem die strategischen Schwerpunkte Netzausbau und Künstliche Intelligenz. Bis ein Nachfolger gefunden ist, übernimmt CFO Dr. Christian Illek das Ressort kommissarisch – zusätzlich zu seinen Aufgaben als Finanzvorstand. Über die Hintergründe des Abgangs schweigt der Konzern.

Der Zeitpunkt ist nicht günstig. Erst Anfang März 2026 hatte die Telekom auf dem Mobile World Congress eine Partnerschaft mit SpaceX’s Starlink angekündigt, die ab 2028 satellitengestützte Mobilfunkkonnektivität in zehn europäischen Ländern liefern soll. Die Umsetzung solcher Projekte fällt direkt in den Verantwortungsbereich des scheidenden Technikchefs.

Starke Zahlen, aber offene Nachfolge

Dabei läuft es operativ rund. Die Jahreszahlen 2025 übertrafen die Erwartungen: Das bereinigte EBITDA nach Leasingkosten lag im vierten Quartal bei 10,8 Milliarden Euro, leicht über dem Analystenkonsenswert. Die EBITDA-Guidance für 2026 von rund 47,4 Milliarden Euro übertrifft die Markterwartungen von 46,4 Milliarden Euro ebenfalls. Parallel läuft ein Aktienrückkaufprogramm über zwei Milliarden Euro, dessen erste Tranche von bis zu 550 Millionen Euro bis Ende März abgeschlossen sein soll.

Der Abgang Mudesirs überlagert diese positiven Signale. Am 1. April folgt die Hauptversammlung in Bonn mit der Dividendenentscheidung, am 13. Mai dann die nächste Quartalsbilanz. Bis dahin dürfte die Frage nach der Nachfolge im Technologieressort ein offener Punkt bleiben – in einem Bereich, der für Gigabit-Netze, Cloud-Lösungen und vernetzte Endgeräte zentral ist.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.