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Deutsche Telekom Aktie: 8,5 Milliarden für Glasfaser

Neue Gesetze und ein Pakt beschleunigen den Netzausbau. Analysten sehen weiteres Kurspotenzial für die T-Aktie.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Bundeskabinett plant Glasfaser-Turbo
  • Verfassungsgericht prüft TV-Verträge
  • Milliardeninvestitionen in Netzinfrastruktur
  • Analysten bestätigen Kaufempfehlung

Für die Deutsche Telekom stehen heute zwei entscheidende Weichenstellungen an. In Berlin plant die Politik, den Glasfaserausbau massiv zu beschleunigen. Parallel dazu prüft das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe die Spielregeln für das TV-Geschäft. Anleger reagieren positiv auf diese Aussichten. Die T-Aktie klettert um 2,48 Prozent auf 28,52 Euro.

Glasfaser-Turbo durch neues Gesetz

Das Bundeskabinett berät über eine Reform des Telekommunikationsgesetzes. Das Ziel: weniger Bürokratie beim Netzausbau. Künftig sollen Techniker Glasfaserleitungen in Mietshäusern leichter bis in die einzelnen Wohnungen verlegen können. Für die Telekom ist das ein klarer strategischer Vorteil.

Der Konzern betreibt in Deutschland bereits 21 Millionen glasfaserbasierte Anschlüsse. Neue Zugangsregeln könnten diesen Vorsprung beim Infrastruktur-Ausbau weiter festigen. Konkurrenten warnen deshalb bereits vor einer Zementierung der alten Monopolstellung.

Karlsruhe prüft TV-Verträge

Im gleichen Schritt steht die Planungssicherheit im TV-Markt auf dem Prüfstand. Das Bundesverfassungsgericht verhandelt über das weggefallene Nebenkostenprivileg. Mehrere Kabelanbieter klagen gegen die neuen Sonderkündigungsrechte. Die Neuregelung kostet die Branche massiv Kunden. Rivale Vodafone verlor dadurch bereits rund vier Millionen TV-Nutzer.

Ein Urteil fällt zwar erst in einigen Monaten. Die heutige Verhandlung liefert der Telekom aber wichtige Hinweise für die künftige Gestaltung von Langzeitverträgen im Entertainment-Bereich.

Milliarden für das Netz

Flankierend unterzeichnete die Branche zusammen mit der Politik den Pakt „Bestes Netz für Deutschland“. Dieser sieht für das laufende Jahr massive Investitionen vor:

  • 8,5 Milliarden Euro fließen in den direkten Glasfaserausbau.
  • 2,4 Milliarden Euro stärken das Mobilfunknetz.

Bis zum Jahresende sollen so 3,2 Millionen weitere Haushalte einen direkten Glasfaseranschluss erhalten. Die Bundesnetzagentur überwacht die Fortschritte künftig halbjährlich.

Analysten sehen weiteres Potenzial

Marktbeobachter blicken optimistisch auf diese Entwicklungen. Die UBS rät zum Kauf und ruft ein Kursziel von 36,60 Euro aus. Die Experten verweisen auf die jüngste Tarifeinigung mit ver.di. Diese sorgt für planbare Kosten im Heimatmarkt. Außerdem stützt die starke US-Tochter T-Mobile US das operative Geschäft weiter ab. Auch Goldman Sachs bestätigt die Kaufempfehlung für den Bonner Konzern.

Charttechnisch bewegt sich das Papier in ruhigem Fahrwasser. Der Indikator zur relativen Stärke signalisiert aktuell ein neutrales Niveau. Mit dem heutigen Kursgewinn baut die Aktie ihr Jahresplus auf 2,33 Prozent aus. Bis zum 52-Wochen-Hoch von 34,35 Euro aus dem Februar fehlt dem Titel jedoch noch ein Anstieg von knapp 17 Prozent.

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