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Deutsche Telekom Aktie: 73% weniger Paketverluste

Die Deutsche Telekom führt mit 5G+ Ultra eine neue Netzfunktion für stabile Videotelefonie und Cloud-Gaming ein. Trotz der technischen Innovation verliert die Aktie weiter an Wert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Neue Netzfunktion priorisiert Gaming- und Videodaten
  • Erste Tests zeigen deutlich reduzierte Latenzzeiten
  • Aktienkurs verliert trotz Launch weiter an Boden
  • Funktion zunächst für bestimmte Apple-Geräte verfügbar

Die Deutsche Telekom hat am Dienstag eine neue Netzfunktion eingeführt, die mobiles Videotelefonie und Cloud-Gaming auch in überlasteten Funkzellen stabil halten soll. Technisch ambitioniert — und trotzdem steht die Aktie unter Druck.

Was 5G+ Ultra leistet

„5G+ Ultra“ kombiniert das 5G-Standalone-Netz mit Network Slicing und der L4S-Technologie (Low Latency, Low Loss, Scalable Throughput). Das Prinzip: Datenverkehr für Videocalls oder Gaming erhält eine priorisierte Spur im Netz, unabhängig davon, wie viele andere Nutzer dieselbe Funkzelle belasten. Ziel ist es, Latenzen und Paketverluste in stark frequentierten Umgebungen wie Bahnhöfen oder Stadien zu eliminieren.

Zunächst unterstützt die Funktion FaceTime-Videotelefonie auf iPhones ab dem iPhone 15 sowie der Apple Vision Pro. Die Telekom bezeichnet sich als ersten deutschen Netzbetreiber mit dieser spezifischen Implementierung. Eine Erweiterung auf weitere Apps und Geräte ist laut Unternehmensangaben in Planung.

Interne Tests zeigen deutliche Verbesserungen

Die eigenen Messungen des Konzerns fallen beeindruckend aus. Beim Cloud-Gaming-Dienst GeForce NOW sank die Zahl der Frames mit Paketverlusten um 73 Prozent, die Latenz ging um rund 20 Prozent zurück. Die Funktion ist für MagentaMobil-Tarife kostenlos verfügbar.

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Das Timing des Launches ist kein Zufall. Wettbewerber wie O2 setzen über Handelspartner auf aggressive Preisbündel im 5G-Segment. Die Telekom setzt dagegen auf den Qualitätsanspruch ihres Premiumnetzes, um Bestandskunden in den MagentaMobil-Tarifen zu halten.

Aktie bleibt unter Druck

Die technologische Neuheit hat dem Kurs am Dienstag nicht geholfen. Die Aktie verlor rund 1,5 Prozent auf 29,13 Euro — und das in einem ohnehin schwierigen Umfeld. Auf Jahressicht steht ein Minus von fast zehn Prozent zu Buche, der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt von 31,86 Euro beträgt derzeit über acht Prozent. Der RSI liegt bei knapp 42 und signalisiert keine Überkauft-Situation, aber auch keine klare Erholung.

Mit dem 200-Tage-Durchschnitt bei 29,54 Euro bewegt sich der Kurs knapp darunter — eine technisch relevante Zone, die in den kommenden Handelstagen zeigen wird, ob sich Käufer zurückmelden.

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