Noch am Dienstag markierte die Deutsche Telekom ein neues 52-Wochen-Tief bei 23,54 Euro. Einen Tag später dreht die Aktie kräftig nach oben. Aktuell notiert das Papier bei 24,30 Euro, ein Plus von 2,10 Prozent. Der Kurs bleibt trotzdem tief im Minus: Seit dem Rekordhoch im Februar bei 34,35 Euro hat die Aktie fast 30 Prozent verloren.
UBS bleibt trotz Starlink-Sorgen optimistisch
Die Schweizer Großbank UBS bekräftigt heute ihre Kaufempfehlung. Analyst Polo Tang hält an seinem Kursziel von 36,60 Euro fest. Er bezeichnet die Sorgen über eine Marktstörung durch Elon Musks Satelliten-Netzwerk Starlink als übertrieben.
Berichten zufolge prüft eine interne Taskforce unter Konzernchef Timotheus Höttges eine engere Holding-Struktur zwischen der Bonner Mutter und der US-Tochter T-Mobile US. Experten werten das eher als strategische Absicherung, nicht als Zeichen operativer Schwäche. Der Markt scheint dieser Einschätzung zu folgen und nutzt das stark überverkaufte Niveau für erste Käufe. Der RSI liegt bei 27,0 Punkten, ein klares Signal für eine überverkaufte Aktie.
WM 2026 treibt MagentaTV zu neuen Rekorden
Ein wichtiger Vertrauensanker für die Aktie liefert die laufende Fußball-Weltmeisterschaft. Die Telekom meldet für ihre Plattform MagentaTV neue Bestmarken. Über 36 Millionen Fans verfolgten die Spiele allein in der ersten Turnierwoche über die digitalen Kanäle des Konzerns.
Die Zahl der Neuabonnements erreichte laut Unternehmensangaben ein Allzeithoch. Sie übertraf damit deutlich die Werte der Europameisterschaft 2024. Die Telekom überträgt als einziger Anbieter alle 104 Spiele live. Das Netz läuft dabei auch unter Volllast stabil.
Rückkaufprogramm läuft weiter, Prognose bleibt hoch
Parallel zur WM-Euphorie startet heute planmäßig die dritte Tranche des Aktienrückkaufprogramms 2026. In den ersten beiden Quartalen floss bereits über eine Milliarde Euro in den Rückkauf eigener Anteile. Für die neue Phase bis September stehen weitere Mittel bereit.
Für das Gesamtjahr 2026 bleibt das Management bei seiner ambitionierten Prognose. Der Vorstand erwartet ein bereinigtes EBITDA AL von rund 47,5 Milliarden Euro. Der freie Cashflow nach Leasing soll über 19,8 Milliarden Euro erreichen.
Die Aktie notiert derzeit rund 12 Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 27,63 Euro. Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Minus von 15,62 Prozent zu Buche. Am 6. August 2026 legt die Deutsche Telekom ihren Bericht zum zweiten Quartal vor. Bis dahin dürfte die Aktie vor allem auf Nachrichten aus den USA und den weiteren WM-Verlauf reagieren.
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