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Deutsche Telekom Aktie: 3,89 Prozent Minus nach T-Mobile-Umsatzfehlschlag

T-Mobile US verfehlt Umsatzerwartungen und drückt die Telekom-Aktie. Analysten senken Kursziel, sehen aber weiteres Potenzial.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • T-Mobile US verfehlt Umsatzprognosen
  • Telekom-Aktie fällt auf Wochensicht
  • Deutsche Bank senkt Kursziel auf 40 Euro
  • Aktienrückkaufprogramm läuft weiter

Die Deutsche Telekom kämpft mit dem Nachwehen enttäuschender Zahlen ihrer US-Tochter T-Mobile US. Nachdem die amerikanische Tochtergesellschaft am 23. Juli ihre Quartalszahlen vorgelegt hatte, geriet die Aktie der Deutschen Telekom deutlich unter Druck. Am Freitag notiert das Papier bei 25,95 Euro und liegt damit 0,50 Prozent unter dem Schlusskurs vom Vortag. Auf Wochensicht steht ein Minus von 3,89 Prozent zu Buche – ein Beleg dafür, dass die Verunsicherung der Anleger über den einzelnen Handelstag hinausreicht.

T-Mobile US verfehlt Umsatzerwartungen trotz starkem Gewinn

T-Mobile US übertraf beim Gewinn je Aktie die Erwartungen deutlich: 2,99 US-Dollar standen einem Analystenkonsens von 2,59 US-Dollar gegenüber. Der Umsatz wuchs um 7,9 Prozent auf 22,79 Milliarden US-Dollar, blieb damit aber hinter den Schätzungen der Analysten zurück. Genau dieser Punkt sorgte für Verunsicherung an den Märkten. Auch bei den Neukundenzahlen zeigte sich ein gemischtes Bild: Im Postpaid-Bereich kamen 277.000 Nettoneukunden hinzu, mehr als erwartet, allerdings 13 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Positiv fiel dagegen die angehobene Prognose für den bereinigten freien Cashflow aus. Das Management rechnet nun für das Gesamtjahr 2026 mit einer Spanne von 18,4 bis 18,8 Milliarden US-Dollar, nachdem zuvor 18,1 bis 18,7 Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt worden waren.

Am Rande der Hauptversammlung von T-Mobile US hatten Aktionärsvertreter zudem Kritik an der Vergütung des neuen Vorstandschefs Srini Gopalan geübt. Das entsprechende Vergütungspaket wurde dennoch mit 73,3 Prozent der Stimmen angenommen – ein Ergebnis, das maßgeblich auf die Mehrheitsbeteiligung der Deutschen Telekom von rund 54 Prozent zurückgeht.

Deutsche Bank senkt Kursziel, Kaufempfehlung bleibt bestehen

Am 21. Juli hatte Deutsche Bank Research die Einschätzung zur Deutsche-Telekom-Aktie überarbeitet. Analyst Robert Grindle senkte das Kursziel von 42,00 auf 40,00 Euro, beließ die Einstufung jedoch bei „Buy“. Als Gründe nannte er den zunehmenden Wettbewerbsdruck durch Satelliten-Internetdienste sowie die hohen Investitionen, die der Konzern derzeit in KI-Initiativen steckt. Marktberichten zufolge gilt eine Kooperation mit OpenAI als ein Faktor, der die Marktposition der Deutschen Telekom im KI-Bereich stabilisieren und der Aktie in unruhigen Phasen einen gewissen Halt geben soll.

Aktienrückkauf läuft weiter, Quartalszahlen im August im Fokus

Unabhängig von der Kursentwicklung setzt die Deutsche Telekom ihr Rückkaufprogramm fort. Laut einer Pflichtmitteilung erwarb das Unternehmen zwischen dem 13. und 17. Juli insgesamt 1.351.740 eigene Aktien zu einem Durchschnittskurs von rund 26,73 Euro. Seit Anfang Juli wurden damit bereits 3.673.275 Aktien zurückgekauft. Das Programm bietet dem Kurs zwar eine gewisse Stütze, konnte den jüngsten Rücksetzer aber nicht verhindern.

Charttechnisch zeigt sich das Bild angeschlagen: Bereits am 21. Juli hatte die Aktie bei einem Stand von rund 26,13 Euro ein Verkaufssignal ausgelöst, als sie die 38-Tage-Linie nach unten kreuzte. Aktuell notiert das Papier gut 24 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 34,35 Euro, das Ende Februar erreicht worden war, und damit rund 10 Prozent über dem jüngsten Jahrestief vom 30. Juni. Der Blick der Anleger richtet sich nun auf den 6. August, wenn die Deutsche Telekom ihre eigenen Finanzergebnisse für das zweite Quartal und das erste Halbjahr 2026 vorlegt. Diese Zahlen dürften zeigen, ob sich die Schwäche der US-Tochter auch im Konzernbild niederschlägt.

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Diskussion zu Deutsche Telekom

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

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