Während Verdi die Warnstreiks ausweitet und die Branche über das Ende der Kupferleitung streitet, zeigt sich die Deutsche Telekom-Aktie bemerkenswert stabil. Das Papier schloss gestern bei 29,27 Euro — ein Plus von knapp vier Prozent in der Woche.
DSL-Abschaltung: Vodafone prescht vor, Telekom bremst
Auf der Branchenmesse Anga Com in Köln forderte Vodafone-Deutschlandchef Marcel de Groot, die DSL-Abschaltung bereits 2028 einzuleiten — als Schritt zur Erfüllung der EU-Vorgabe einer vollständigen Netzmigrierung bis 2035. Die Telekom lehnt das ab. Solange kein flächendeckender Glasfaserersatz bereitstehe, sei eine Abschaltung der Kupferleitungen nicht vertretbar. Rückendeckung kommt von Digitalminister Karsten Wildberger (CDU), der vor einer Umsetzung „mit der Brechstange“ warnte.
Die Zahlen geben der Telekom Argumente: Noch rund 21,8 Millionen Haushalte in Deutschland nutzen aktiv DSL. Glasfaser kommt erst auf 7,8 Millionen Anschlüsse, Kabel auf 8,5 Millionen. Ein Abschalten 2028 würde Millionen Haushalte ohne Alternative treffen.
Verdi weitet Streiks aus
Parallel läuft der Tarifkonflikt auf. Verdi hat die Warnstreiks am 19. und 20. Mai bundesweit ausgeweitet — Schwerpunkte in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Allein am Dienstag legten rund 650 Mitarbeiter in der Region Südwest die Arbeit nieder, darunter an Standorten in Mainz, Koblenz und Saarbrücken. Kundenservice und Glasfaserausbau wurden dadurch verzögert.
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Verdi fordert 6,6 Prozent mehr Entgelt bei zwölf Monaten Laufzeit sowie einen Mitgliederbonus von 660 Euro. Die vierte Verhandlungsrunde ist für den 26. und 27. Mai angesetzt — dann dürfte sich zeigen, ob eine Einigung greifbar ist.
Analysten sehen deutliches Aufwärtspotenzial
Die operativen Belastungen lassen Anleger bislang kalt. Mit einem Schlusskurs von 29,27 Euro notiert die Aktie knapp über dem 200-Tage-Durchschnitt von 29,22 Euro, liegt aber noch rund 14 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 34,25 Euro. Das mittlere Kursziel der Analysten liegt bei 38,56 Euro — Goldman Sachs, JP Morgan, UBS und Deutsche Bank empfehlen die Aktie zum Kauf.
Für das Gesamtjahr 2026 erwarten Analysten ein Ergebnis je Aktie von 2,21 Euro. Vorstandsmitglied Petra Steffi Kreusel kaufte Mitte Mai im Rahmen eines Mitarbeiterprogramms Aktien zu 27,86 Euro — ein Signal aus dem eigenen Haus. Die nächste harte Bewährungsprobe für die Zahlen kommt am 6. August 2026, wenn die Telekom die Ergebnisse des zweiten Quartals vorlegt.
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