Die Deutsche Telekom kauft weiter eigene Aktien zurück – und das in beachtlichem Tempo. Allein in der Woche vom 6. bis 10. Juli 2026 erwarb der Bonner Konzern über Xetra 1.412.830 eigene Anteile. Seit dem Start der aktuellen Tranche am 1. Juli summiert sich der Rückkauf bereits auf 2.321.535 Aktien.
Milliarden-Programm mit klarem Fahrplan
Die Käufe sind Teil der dritten Tranche des Rückkaufprogramms 2026. Bis zu 560 Millionen Euro will die Telekom hier bis zum 30. September investieren. Für das Gesamtjahr plant der Konzern Rückkäufe von bis zu 2 Milliarden Euro.
Das Ziel dahinter: Weniger Aktien im Umlauf bedeuten einen höheren Gewinn je Aktie. Das macht das Papier rechnerisch attraktiver für Investoren.
Analysten sehen Potenzial trotz schwacher Jahresbilanz
Seit Jahresanfang steht die Aktie mit 2,81 Prozent im Minus. Trotzdem bleiben große Analystenhäuser optimistisch. JPMorgan bestätigt sein „Overweight“-Rating und nennt ein Kursziel von 40,00 Euro. UBS stuft den Titel weiterhin als „Buy“ ein, mit einem Kursziel von 36,60 Euro.
Beide Banken verweisen auf die stabilen Cashflows der Telekom. Als zentraler Wachstumstreiber gilt weiterhin die US-Tochter T-Mobile US mit ihrer starken Marktposition.
Charttechnik zeigt erste Erholungssignale
Am Freitag schloss die Aktie bei 27,01 Euro, ein Plus von 1,09 Prozent. Damit liegt der Kurs rund 14,74 Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 23,54 Euro, das Ende Juni markiert wurde. Zum 52-Wochen-Hoch von 34,35 Euro aus dem Februar fehlen allerdings noch gut 21 Prozent.
Ein positives Signal lieferte der Durchbruch über den 38-Tage-Durchschnitt am Freitag. Der RSI notiert bei 55,7 – ein neutraler Wert, der weder Überkauft- noch Überverkauft-Signale zeigt.
Entscheidend wird nun, ob die Telekom-Aktie den 50-Tage-Durchschnitt bei 27,30 Euro nachhaltig zurückerobert. Aktuell liegt der Kurs noch knapp darunter. Gelingt der Sprung über diese Marke, könnte das laufende Rückkaufprogramm zusammen mit der jüngst auf 1,00 Euro je Aktie erhöhten Dividende die Erholung im zweiten Halbjahr 2026 stützen.
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