Analyst Polo Tang bestätigte am 13. Juli 2026 die Einstufung „Buy“ und beließ das Kursziel bei 36,20 Euro. Als Begründung nannte er anhaltend solide operative Trends sowohl im deutschen Kerngeschäft als auch bei der US-Tochter T-Mobile US. Die Aktie reagierte am Markt mit einem Plus von 2,58 Prozent auf 27,39 Euro und knüpfte damit an die Erholung der vergangenen Woche an, in der das Papier bereits um 4,54 Prozent zulegte.
Aktienrückkauf läuft seit Juli
Parallel zur Analystenmeinung treibt der Konzern sein Kapitalprogramm voran. Seit dem 1. Juli 2026 setzt die Deutsche Telekom ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Gesamtvolumen von bis zu 2,0 Milliarden Euro um. In der ersten Teiltranche vom 1. bis 3. Juli erwarb das Unternehmen 908.705 eigene Aktien zu einem gewichteten Durchschnittskurs von 24,7437 Euro. Das Volumen dieser Tranche belief sich auf rund 22,5 Millionen Euro. Der Rückkauf signalisiert Vertrauen des Managements in die eigene Bewertung und dürfte die ausstehende Aktienzahl schrittweise reduzieren.
Auf der Hauptversammlung in Bonn hatten die Aktionäre am 1. April 2026 zudem eine Dividende von 0,90 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025 beschlossen. Zusammen mit dem laufenden Rückkaufprogramm unterstreicht dies die Ausschüttungspolitik des Konzerns in einem Jahr, in dem die Aktie unter Druck stand.
Prognose bestätigt, nächste Zahlen im August
Bei der Vorlage der Quartalszahlen zum ersten Quartal 2026 am 13. Mai bestätigte die Deutsche Telekom ihre Jahresprognose für das bereinigte EBITDA AL sowie den Free Cashflow AL. Die operative Kontinuität, die UBS-Analyst Tang in seiner aktuellen Einschätzung hervorhebt, deckt sich mit dieser Aussage des Managements. Anleger blicken nun auf den 6. August 2026, wenn der Konzern seinen Zwischenbericht zum zweiten Quartal und ersten Halbjahr veröffentlicht. Bereits am 23. Juli 2026 legt die US-Tochter T-Mobile US ihre Zahlen für das zweite Quartal vor – ein Termin, der angesichts der von UBS betonten Bedeutung des US-Geschäfts für die Konzernbewertung besondere Aufmerksamkeit verdienen dürfte.
Kooperation mit Rheinmetall
Abseits des Kerngeschäfts weitete die Deutsche Telekom im Mai ihr Engagement im Sicherheitsbereich aus. Gemeinsam mit Rheinmetall kündigte der Konzern am 11. Mai 2026 eine Kooperation zur Entwicklung von Drohnen-Abwehrsystemen für kritische Infrastrukturen an. Die Telekom steuert dabei die Vernetzungstechnologie bei, während Rheinmetall die Systemkompetenz im Verteidigungsbereich einbringt. Die Partnerschaft erweitert das Geschäftsfeld der Telekom über die klassische Telekommunikation hinaus in Richtung sicherheitsrelevanter Infrastrukturprojekte.
Die Kombination aus bestätigter Kaufempfehlung, laufendem Aktienrückkauf und bevorstehenden Quartalszahlen dürfte in den kommenden Wochen im Zentrum der Anlegeraufmerksamkeit stehen. Mit dem Termin am 6. August erhalten Investoren zudem erstmals im laufenden Halbjahr eine aktualisierte Standortbestimmung zur Ertragsentwicklung des Konzerns.
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