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Deutsche Telekom Aktie: 104 WM-Spiele bei MagentaTV

Die Deutsche Telekom übernimmt zwei Glasfaseranbieter in Polen für rund eine Milliarde Euro und hebt den Free-Cashflow-Ausblick an. Die gescheiterte T-Mobile-US-Fusion belastet die Aktie nur kurzzeitig.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Glasfaser-Deal in Polen für eine Milliarde Euro
  • Prognose für Free Cashflow auf 20 Milliarden Euro angehoben
  • T-Mobile-US-Fusion von US-Tochter abgelehnt
  • WM-2030-Übertragungsrechte für MagentaTV gesichert

Die Deutsche Telekom treibt ihre Wachstumsstrategie an mehreren Fronten voran. Am 17. August meldete der Konzern die Übernahme der polnischen Glasfaseranbieter Fiberhost und Inea von Macquarie Asset Management. Der Enterprise Value der Transaktion liegt bei rund einer Milliarde Euro.

Fiberhost bringt Glasfaseranschlüsse für 1,4 Millionen Haushalte mit, Inea zählt mehr als 300.000 Kunden. Der Abschluss steht unter dem Vorbehalt der Wettbewerbsbehörden und wird voraussichtlich Ende 2026 erfolgen.

Der Polen-Deal fügt sich in eine Phase ein, in der die Deutsche Telekom operativ solide Zahlen vorlegt. Im zweiten Quartal 2026 stieg der Nettoumsatz auf 29,9 Milliarden Euro, organisch wuchs das Geschäft um 3,3 Prozent. Das bereinigte EBITDA AL legte organisch um 7,3 Prozent auf 11,8 Milliarden Euro zu.

Auf dieser Basis hob der Konzern seine Prognose für den freien Cashflow AL für das laufende Jahr auf rund 20 Milliarden Euro an, nachdem zuvor mehr als 19,8 Milliarden Euro in Aussicht gestellt worden waren.

Fusionspläne mit T-Mobile US belasten Stimmung

Für Gesprächsstoff sorgte zudem ein Rückschlag bei den Überlegungen zu einer möglichen Fusion mit T-Mobile US. Ende Juli signalisierte die US-Tochter, ein rund 300 Milliarden Dollar schweres Zusammengehen mit der Deutschen Telekom nicht zu unterstützen. Als Gründe wurden Bedenken von Aktionären sowie regulatorische Hürden genannt.

Die Nachricht bewegte den Kurs der Telekom-Aktie spürbar, laut Medienberichten stieg sie zeitweise auf 27,99 Euro. Am Montag schloss das Papier bei 29,14 Euro, ein Plus von 0,8 Prozent gegenüber dem Vortag – ein Hinweis darauf, dass der Markt die gescheiterten Fusionsgespräche inzwischen verarbeitet hat.

Der zurückliegende Rückkauf-Beschluss vom 6. August, mit dem der Vorstand das Programm 2026 um bis zu drei Milliarden Euro auf insgesamt fünf Milliarden Euro aufstockte, bleibt als Kontext präsent. Seither hat sich die Aktie um rund 1,7 Prozent verteuert, was zeigt, dass Kapitalrückführungen weiterhin als Stützpfeiler für das Anlegervertrauen wirken.

Sportrechte als zusätzlicher Wachstumstreiber

Neben dem operativen Geschäft und der Portfoliobereinigung setzt die Deutsche Telekom auch auf Inhalte. Bereits Ende Juli sicherte sich der Konzern die exklusiven Übertragungsrechte für 104 Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft 2030, die über MagentaTV ausgestrahlt werden sollen. Dieser Deal stärkt das Medien- und Unterhaltungsangebot und dürfte die Kundenbindung im Heimatmarkt weiter festigen.

Die Deutsche Bank hatte ihr Kursziel für die Aktie am 21. Juli von 42 auf 40 Euro gesenkt, das Rating Buy jedoch bestätigt – eine Einschätzung, die zum damaligen Zeitpunkt Ausdruck einer grundsätzlich positiven, aber vorsichtigeren Haltung war.

Anleger blicken nun auf zwei anstehende Termine: das AI Investor Event am 5. Oktober und die Veröffentlichung der Q3-Zahlen am 5. November. Beide Ereignisse dürften zeigen, ob die Deutsche Telekom ihre Wachstumsdynamik aus Glasfaser-Expansion, operativer Stärke und neuen Inhalteangeboten in nachhaltige Kursgewinne übersetzen kann.

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