Starke Zahlen aus den USA, Warnstreiks in Deutschland — bei der Deutschen Telekom laufen gerade zwei sehr unterschiedliche Geschichten parallel. Welche davon den Kurs stärker bewegt, ist derzeit die entscheidende Frage für Aktionäre.
T-Mobile US liefert, ver.di eskaliert
Die US-Tochter T-Mobile US hat das erste Quartal 2026 mit kräftigem Wachstum abgeschlossen. Die Service-Umsätze stiegen um elf Prozent auf 18,8 Milliarden US-Dollar. Das bereinigte Core EBITDA legte zwölf Prozent auf 9,2 Milliarden US-Dollar zu. T-Mobile hob daraufhin die Jahresprognose an. Der Konzern rechnet nun mit bis zu 1,05 Millionen neuen Postpaid-Nettokunden — rund 50.000 mehr als zuvor geplant.
Für die Telekom ist das bedeutsam. Sie hält gut 53 Prozent an T-Mobile US. Dieser Anteil macht mehr als zwei Drittel des gesamten Börsenwerts des Konzerns aus.
Im Heimatmarkt sieht die Lage anders aus. Ver.di fordert für rund 70.000 Tarifbeschäftigte eine Lohnerhöhung von 6,6 Prozent. Die zweite Verhandlungsrunde am 27. April endete ohne Angebot der Arbeitgeber. Die Gewerkschaft antwortete mit bundesweiten Warnstreiks. Mehr als 7.500 Beschäftigte legten die Arbeit nieder. Betroffen waren Kundentermine, der technische Service und der Glasfaserausbau.
Gewerkschaft nutzt Rückkaufprogramm als Hebel
Ver.di setzt das geplante Aktienrückkaufprogramm über zwei Milliarden Euro gezielt als Druckmittel ein. Das Argument: Wer Milliarden für Aktionäre ausgebe, könne auch bei den Löhnen liefern.
Die Telekom-Aktie notiert mit rund 27,46 Euro deutlich unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 31,03 Euro. Auf Jahressicht hat der Kurs rund 14 Prozent verloren.
Operativ steht der Konzern stabiler da. Für 2026 rechnet das Management mit einem bereinigten EBITDA von rund 47,4 Milliarden Euro — nach 44,2 Milliarden im Vorjahr.
Zwei Termine bestimmen den Mai
Die nächsten Wochen bringen Klarheit auf zwei Fronten. Am 11. und 12. Mai trifft sich die Telekom mit ver.di zur dritten Verhandlungsrunde. Eine vierte Runde folgt am 26. und 27. Mai. Scheitern beide, dürfte der Druck auf die Unternehmensführung spürbar steigen.
Am 13. Mai veröffentlicht die Telekom ihre Quartalszahlen für das erste Quartal 2026. Dann zeigt sich, ob der Rückenwind aus den USA auch auf Konzernebene ankommt — oder ob der Tarifkonflikt bereits Spuren hinterlassen hat.
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