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Symbolbild, KI-generiert

Deutsche Telekom: 15 Millionen Aktien seit April zurückgekauft

Trotz angehobener Prognose und operativer Rekorde fällt die Telekom-Aktie auf ein Sechs-Monats-Tief. Fusionspläne belasten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie fällt auf Sechs-Monats-Tief
  • Operatives Ergebnis steigt deutlich
  • Jahresprognose nach oben korrigiert
  • Fusionspläne mit T-Mobile US verunsichern

Starke Geschäftszahlen, schwacher Aktienkurs. Bei der Deutschen Telekom klaffen Realität und Marktstimmung derzeit weit auseinander. Der Bonner Konzern hob kürzlich seine Jahresprognose an. Die Aktie rutschte am Freitag dennoch auf ein neues Sechs-Monats-Tief.

Der Schlusskurs lag vor dem Wochenende bei 26,72 Euro. Das entspricht einem Wochenverlust von knapp sechs Prozent. Damit notiert das Papier über 22 Prozent unter seinem Jahreshoch von Ende Februar.

Operativ auf Erfolgskurs

Im ersten Quartal 2026 steigerte die Telekom den Umsatz organisch um 4,7 Prozent. Das bereinigte operative Ergebnis wuchs sogar um 7,5 Prozent auf 11,5 Milliarden Euro.

Das Management reagierte prompt. Der Vorstand hob das Gewinnziel für das Gesamtjahr auf rund 47,5 Milliarden Euro an.

Fusionspläne sorgen für Unruhe

Medienberichte über eine mögliche Vollfusion mit der US-Tochter T-Mobile US verunsichern den Markt. Eine solche Transaktion birgt erhebliche regulatorische Risiken. Parallel dazu fürchten Anleger den Widerstand von Minderheitsaktionären. Großübernahmen bringen oft monatelange Unsicherheit mit sich. Die Folge: fallende Kurse.

Um den Kurs zu stützen, kauft der Konzern massiv eigene Papiere zurück. Allein Mitte Juni erwarb die Telekom 1,6 Millionen Aktien. Seit April beläuft sich das Volumen auf über 15 Millionen Stück.

Analysten lassen sich von der aktuellen Schwäche nicht beirren. Banken wie Goldman Sachs und JP Morgan raten weiterhin zum Kauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei gut 39 Euro. Das entspricht einem massiven Aufwärtspotenzial.

Technisch überverkauft

Die charttechnische Lage bleibt angespannt. Der Kurs notiert gut fünf Prozent unter seiner wichtigen 50-Tage-Linie. Indes signalisiert der Relative-Stärke-Index mit einem Wert von rund 33 einen stark überverkauften Zustand.

Am 6. August 2026 legt die Deutsche Telekom ihre Zahlen für das zweite Quartal vor. Bis dahin bestimmen die Fusionsspekulationen in den USA die Richtung. Liefert das Management klare Antworten zur künftigen Struktur, dürfte das den Abwärtsdruck mindern.

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