Der Verlust von 284 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2025, eine erneut ausgefallene Dividende und ein Aktienkurs rund 34 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt — die Deutsche Pfandbriefbank kämpft weiter um Vertrauen. Im Mai stehen zwei Termine an, die zeigen sollen, ob der eingeschlagene Kurs trägt.
Neuer Aufseher, klare Ausrichtung
Am 18. März trat Aufsichtsratschef Dr. Louis Hagen zurück. Als Nachfolger nominiert wurde Jan Kupfer (62), der seine Kandidatur auf der Hauptversammlung am 21. Mai bestätigen lassen soll. Kupfer bringt mehr als drei Jahrzehnte internationale Bankerfahrung mit — unter anderem als Vorstandsmitglied der HypoVereinsbank, wo er das Firmenkundengeschäft und das gewerbliche Immobiliengeschäft verantwortete.
Mit ihm rücken europäische Kernmärkte, grüne Finanzierungen und Logistikimmobilien stärker in den strategischen Fokus.
Neugeschäft wächst — Gewinnziel bleibt bescheiden
Das operative Bild zeigt erste Stabilisierungszeichen. Das Neugeschäft legte 2025 um knapp ein Viertel auf 6,3 Milliarden Euro zu. Für 2026 peilt das Management 7,5 bis 8,5 Milliarden Euro an.
Beim Ergebnis bleibt die Latte jedoch niedrig: Vorstandschef Kay Wolf stellt einen Vorsteuergewinn von 30 bis 40 Millionen Euro in Aussicht — weit unter den Analystenerwartungen von rund 100 Millionen Euro. Der Großteil des 2025er Verlustes geht auf eine Risikovorsorge von 410 Millionen Euro zurück, davon 334 Millionen Euro allein für das inzwischen abgewickelte US-Geschäft.
Die Mittelfristziele wurden auf 2028 oder später verschoben. Bis dahin sollen die Erträge auf rund 600 Millionen Euro steigen, die Eigenkapitalrendite auf acht Prozent klettern.
Goldman kauft — Dividende fällt erneut aus
Für Aktionäre bleibt die Lage unbequem. Die Dividende fällt zum zweiten Mal in Folge aus, nachdem zuletzt 0,15 Euro je Aktie gezahlt worden waren. Seit Jahresbeginn 2026 hat der Kurs rund 34 Prozent verloren.
Bemerkenswert: Goldman Sachs baute seine Stimmrechtsposition Mitte März dennoch auf über sechs Prozent aus — ein Zeichen, dass institutionelle Investoren das Kursniveau als Einstiegschance werten.
Am 12. Mai folgen die Erstquartalszahlen, wenige Tage später die Hauptversammlung. Beide Termine werden zeigen, ob das Neugeschäftswachstum die erhoffte Dynamik entwickelt und das Management seine Glaubwürdigkeit zurückgewinnen kann.
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