Startseite » DAX » Deutsche Bank Aktie: Zahlen-Countdown

Deutsche Bank Aktie: Zahlen-Countdown

Die Deutsche Bank legt ihre Quartalszahlen vor, während Analysten die Investmentbank-Erträge und das Kreditrisiko im Fokus haben. Die Aktie notiert deutlich unter ihrem Jahreshoch.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Quartalszahlen und Fed-Entscheidung fallen zusammen
  • CEO Sewing erwartet flache Investmentbank-Erlöse
  • Analysten fokussieren sich auf Private-Credit-Risiken
  • Aktie notiert rund 16 Prozent unter Jahreshoch

Am Dienstag wird abgerechnet. Die Deutsche Bank legt am 29. April ihre Quartalszahlen vor — ausgerechnet am selben Tag, an dem die US-Notenbank ihre Zinsentscheidung bekanntgibt. Zwei Ereignisse, die den Kurs in entgegengesetzte Richtungen ziehen können.

Die Aktie notiert aktuell bei 28,27 Euro, knapp 16 Prozent unter dem Jahreshoch vom Januar. Seit Jahresanfang steht ein Minus von fast 16 Prozent auf der Uhr — das drückt die Erwartungen.

Was die Bank selbst ankündigt

CEO Christian Sewing hat die Latte bereits tief gelegt. Auf einer Investorenkonferenz signalisierte er, dass die Investmentbank-Erlöse im ersten Quartal bestenfalls auf Vorjahresniveau landen dürften. Das Emissions- und Beratungsgeschäft legt zwar zu, andere Bereiche schwächeln.

Analysten erwarten für Q1 Gesamterlöse von 8,31 Milliarden Euro. Im Anleihe- und Währungshandel rechnen sie mit 2,72 Milliarden Euro — eine Schätzung, die angesichts der hohen Marktvolatilität der vergangenen Wochen zu vorsichtig sein könnte. Gerade volatile Märkte belebt das Handelsgeschäft.

Jahresziele unter der Lupe

An den übergeordneten Zielen rüttelt das Management nicht. 33 Milliarden Euro Konzernerträge und eine Kosten-Ertrags-Quote unter 65 Prozent bleiben die Marken für 2026. Analysten schätzen den Gewinn je Aktie auf 3,47 Euro — rund zwölf Prozent mehr als 2025. Ihre Schätzungen haben sie zuletzt um etwa sieben Prozent angehoben.

Diese Aufwärtsrevision braucht jetzt eine Grundlage.

Das Kapitalmarktgeschäft wird dabei zum zentralen Prüfstein. In einem Umfeld mit Nahost-Risiken und Zollturbulenzen kann die Sparte überzeugen — oder die Erwartungen schnell wieder einreißen.

Fed-Prognose und Kreditbuch

Parallel zu den Zahlen sorgt die hauseigene Ökonomenprognose für Aufmerksamkeit. Die Deutsche Bank erwartet, dass die Fed die Zinsen 2026 unverändert lässt. Als Begründung nennt sie ölgetriebene Inflation durch den Nahost-Krieg, robustes Wachstum und einen engen Arbeitsmarkt. Marktdaten zeigen eine Wahrscheinlichkeit von knapp 69 Prozent für unveränderte Zinsen bis Jahresende.

Analysten richten ihren Blick ferner auf das Private-Credit-Portfolio, das 2025 auf 25,9 Milliarden Euro gewachsen ist. Branchenweit steht die Anlageklasse unter Druck: Fondsrücknahmen, strengere Zeichnungsstandards und der Einfluss von KI auf einzelne Kreditnehmer erhöhen das Risiko. Der „Cost of Risk“ dürfte im Analystenaufruf eine zentrale Rolle spielen.

Positiv: Die Bank hat bereits rund 3,8 Milliarden Euro an Refinanzierung für 2026 gesichert — auf dem Weg zu einem Gesamtziel von 10 bis 15 Milliarden Euro. Moody’s vergab im Februar einen positiven Ausblick auf das Einlagenrating. Am Dienstag zeigt sich, ob die Substanz hinter den Zahlen hält, was die revidierten Schätzungen versprechen.

Anzeige

Deutsche Bank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Deutsche Bank-Analyse vom 20. April liefert die Antwort:

Die neusten Deutsche Bank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Deutsche Bank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Deutsche Bank: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Deutsche Bank

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.