Nach sieben Jahren rein digitaler Treffen bittet die Deutsche Bank ihre Aktionäre Ende Mai wieder nach Frankfurt. Die Rückkehr zur Präsenz-Hauptversammlung bringt nicht nur den direkten Austausch zurück, sondern auch handfeste finanzielle Weichenstellungen. Neben einer massiv angehobenen Dividende steht eine substanzielle Gehaltserhöhung für die Chefkontrolleure auf der Agenda.
Milliarden-Ausschüttung erreicht
Für das abgelaufene Geschäftsjahr schlagen Vorstand und Aufsichtsrat eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie vor. Das entspricht einem kräftigen Aufschlag von rund 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zusammen mit dem laufenden Milliarden-Aktienrückkauf summiert sich die Kapitalausschüttung der Jahre 2021 bis 2025 auf 8,5 Milliarden Euro. Damit übertrifft das Geldhaus sein ursprüngliches Ziel um eine halbe Milliarde.
Die Ausschüttungsquote erreicht nun die anvisierten 50 Prozent des Konzerngewinns und soll in den kommenden Jahren sogar auf 60 Prozent steigen. Der aktuelle Aktienkurs von 27,86 Euro spiegelt dabei das Vertrauen der Anleger wider, was sich auch in einem Kursplus von über 45 Prozent auf 12-Monats-Sicht zeigt.
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Neues Personal, höhere Gehälter
Neben der Gewinnausschüttung müssen die Anteilseigner am 28. Mai auch über personelle Veränderungen abstimmen. Frank Witter verlässt den Aufsichtsrat aus persönlichen Gründen; als Nachfolger ist Henkel-Chef Carsten Knobel nominiert. Gleichzeitig stellt sich der amtierende Aufsichtsratschef Alexander Wynaendts zur Wiederwahl.
Diskussionsstoff dürfte das Thema Vergütung liefern. Die Bank plant eine deutliche Anhebung der Aufsichtsratsgehälter, da die aktuelle Bezahlung laut Management nicht mehr wettbewerbsfähig sei. Die geplanten Anpassungen im Detail:
- Grundvergütung für Aufsichtsratsmitglieder: 350.000 Euro (bisher 300.000 Euro)
- Stellvertretender Vorsitzender: 550.000 Euro (bisher 475.000 Euro)
- Vorsitzender des Kontrollgremiums: 1,15 Millionen Euro (bisher 950.000 Euro)
Auf Analystenseite überwiegt angesichts der geplanten Ausschüttungen und einer erwarteten Umsatzsteigerung auf 33,2 Milliarden Euro für 2026 der Optimismus. Aktuell raten 44 Prozent der Experten zum Kauf der Papiere. Ob die Aktionäre der üppigen Gehaltsanpassung für das Kontrollgremium ebenso positiv gegenüberstehen, entscheidet das Votum auf der Hauptversammlung am 28. Mai.
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