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Symbolbild, KI-generiert

Deutsche Bank Aktie: Stresstest ohne Rückenwind

Höhere Anleiherenditen drücken auf die Deutsche-Bank-Aktie; der Stresstest erfasste das Institut nicht.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Deutsche Bank blieb beim Test außen vor
  • Renditeanstieg belastet die Aktienbewertung
  • Kurs zuletzt bei rund 31 Euro
  • Beteiligung an Elliptic-Finanzierungsrunde über 120 Millionen Dollar

Ein Bankenstresstest, an dem sie gar nicht teilnahm, sorgt bei der Deutsche Bank trotzdem für rote Vorzeichen. Die Aktie gab am Donnerstagnachmittag nach, während Aufseher der Mehrheit der heimischen Institute Entwarnung gaben. Kein Grund zur Freude für Frankfurts größtes Geldhaus.

Stresstest betrifft andere, Stimmung leidet trotzdem

Bafin und Bundesbank hatten seit April rund 1.113 kleine und mittelgroße Institute durchleuchtet — fast 90 Prozent der Kreditinstitute in Deutschland.

Das Ergebnis: Die Mehrheit würde selbst einen simulierten globalen Wirtschaftseinbruch verkraften, auch wenn mehrere Dutzend Häuser die vorgegebenen Kapitalanforderungen im Krisenszenario verfehlen würden. Im Aggregat sackt die harte Kernkapitalquote der geprüften Institute in der Simulation um 3,8 Prozentpunkte auf 14,6 Prozent ab.

Die Deutsche Bank selbst war nicht Teil des Tests — er richtete sich an kleinere und mittelgroße Häuser. Genau deshalb bringt ihr das positive Signal der Aufsicht kaum etwas. Stattdessen belasten steigende Anleiherenditen die Stimmung, ein Belastungsfaktor, der unabhängig vom Stresstest wirkt und größere, kapitalmarktnahe Institute stärker trifft als kleine Sparkassen.

Anleiherenditen als Bremse

Steigende Renditen verteuern die Refinanzierung und drücken auf Bewertungsmodelle für Bankaktien — ein Mechanismus, der die Deutsche Bank derzeit stärker zu spüren bekommt als die im Test geprüften Institute. Die Aktie notierte zuletzt bei rund 31 Euro und damit im Minus. Die Analysten-Kursziele der zuletzt befragten Häuser liegen zwischen 36 und 43 Euro, was trotz des jüngsten Rückgangs erhebliches Aufwärtspotenzial signalisiert.

Abseits der Stresstest-Debatte bleibt die Deutsche Bank auch als Investor aktiv: Sie beteiligte sich in diesem Jahr an einer Finanzierungsrunde des Blockchain-Analyseunternehmens Elliptic in Höhe von 120 Millionen Dollar, gemeinsam mit der Nasdaq. Ein Randaspekt für die Kursentwicklung, der aber zeigt, wie breit das Institut sein Engagement im Krypto- und Fintech-Umfeld inzwischen streut.

Kurzfristig dürfte die Kursrichtung stärker von der Zinslandschaft abhängen als von Aufsichtsergebnissen, die andere Institute betreffen. Steigen die Anleiherenditen weiter, bleibt der Gegenwind für die Aktie bestehen — unabhängig davon, wie robust der deutsche Bankensektor im Aggregat da steht.

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Diskussion zu Deutsche Bank

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.