Rekordgewinne auf der einen Seite, wütende Mitarbeiter auf der anderen. Bei der Deutschen Bank braut sich der nächste Tarifkonflikt zusammen. Nach einer ergebnislosen ersten Verhandlungsrunde für die rund 9.000 Beschäftigten der Tochtergesellschaft Postbank droht die Gewerkschaft Verdi nun mit zeitnahen Warnstreiks. Der Servicebetrieb steht vor einer erneuten Belastungsprobe.
Tiefer Graben am Verhandlungstisch
Die Vorstellungen beider Seiten klaffen weit auseinander. Das Management der Deutschen Bank bietet eine Gehaltssteigerung von lediglich 2,0 Prozent ab September 2026 an. Zuvor sind fünf sogenannte Nullmonate vorgesehen. Im September 2027 sollen weitere 2,0 Prozent folgen. Verdi-Verhandlungsführer Jan Duscheck wischt diese Offerte vom Tisch. Die Gewerkschaft fordert satte 8,0 Prozent mehr Geld, mindestens aber einen Festbetrag von 300 Euro im Monat.
Die Arbeitnehmervertreter werten das Angebot angesichts der jüngsten Rekordergebnisse des Konzerns als „Schlag ins Gesicht“. Ein ausreichender Inflationsausgleich fehle komplett. Der Konflikt trifft das Geldhaus in einer ohnehin sensiblen Phase. Filialschließungen und die laufende Integration der Postbank belasten die Stimmung der Belegschaft massiv. Bereits 2024 legten Arbeitskämpfe den Kundenservice zeitweise lahm.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Deutsche Bank?
An der Börse quittieren Investoren die drohenden operativen Störungen mit Zurückhaltung. Die Aktie schloss am Mittwoch bei 28,39 Euro und notiert damit rund fünf Prozent unter ihrer vielbeachteten 200-Tage-Linie. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von gut 15 Prozent auf der Kurstafel.
Nächste Runde im Mai
Die Fronten sind verhärtet. Die nächste offizielle Verhandlungsrunde findet am 18. Mai 2026 in Frankfurt am Main statt. Bis zu diesem Termin plant Verdi gezielte punktuelle Nadelstiche, um den Druck auf das Management zu maximieren. Eine schnelle Einigung ist nahezu ausgeschlossen, solange die Lücke zwischen Angebot und Forderung derart groß bleibt. Jeder weitere Streiktag treibt die operativen Kosten der Privatkundensparte unmittelbar in die Höhe.
Deutsche Bank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Deutsche Bank-Analyse vom 16. April liefert die Antwort:
Die neusten Deutsche Bank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Deutsche Bank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Deutsche Bank: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
