Die Deutsche Bank sieht den Iran-Konflikt als möglichen Wendepunkt für ein System, das die globale Finanzordnung seit über 50 Jahren prägt. Strategin Mallika Sachdeva warnt in einer aktuellen Analyse, dass der Konflikt als Katalysator für die Erosion der Petrodollar-Dominanz in Erinnerung bleiben könnte.
Petroyuan statt Petrodollar?
Konkret verweist Sachdeva auf Berichte, wonach Iran Schiffen die Durchfahrt durch die Straße von Hormus gewährt — sofern Ölzahlungen in chinesischen Yuan abgewickelt werden. China ist nicht nur langjähriger Partner Irans, sondern auch dessen größter Ölkunde. Das verleiht dieser Entwicklung strategisches Gewicht.
Das Petrodollar-System selbst geht auf 1974 zurück, als Saudi-Arabien vereinbarte, Öl in US-Dollar zu bepreisen und Überschüsse in Dollar-Anlagen zu investieren — gegen amerikanische Sicherheitsgarantien. Laut der Deutsche-Bank-Analyse stand dieses Regime bereits vor dem aktuellen Konflikt unter Druck. Sanktionen, alternative Zahlungssysteme und Chinas wachsende Bemühungen um eine globale Yuan-Rolle haben die Fundamente schrittweise geschwächt. Eine Welt, die in Energie und Verteidigung unabhängiger werde, könnte auch eine sein, die weniger Dollar-Reserven halte — mit erheblichen Folgen für Devisenmärkte und Bankbilanzen.
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Umbau an der Führungsspitze
Parallel zur Research-Einschätzung richtet die Deutsche Bank ihre Vorstandsstruktur neu aus. Zum 1. Mai übernimmt Stefan Hoops, bisher CEO des Vermögensverwalters DWS, zusätzlich ein Vorstandsmandat im Konzern. Er verantwortet künftig das Ressort Vermögensverwaltung, das bislang James von Moltke führte, der die Bank Mitte 2026 verlässt. Ebenfalls ab Mai tritt Marie-Jeanne Deverdun als neue Technologievorständin an — mit dem Auftrag, Künstliche Intelligenz im Konzern stärker zu skalieren.
Die Ertragserwartungen für 2026 liegen bei rund 33 Milliarden Euro, leicht über dem Vorjahresniveau. Die nächste konkrete Wegmarke für Anleger ist der Quartalsbericht zum 31. März 2026, der mit einer Analystenkonferenz verbunden ist. Die Aktie notiert aktuell rund 24 Prozent unter ihrem Jahreshoch von 33,81 Euro — der Bericht dürfte zeigen, ob die strategische Neuausrichtung bereits messbare Spuren in den Zahlen hinterlässt.
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