Die Deutsche Bank steht vor wegweisenden Tagen. Am 29. April kollidieren die Quartalszahlen des Konzerns mit dem Zinsentscheid der US-Notenbank. Parallel dazu rutscht die Aktie ab. Seit Jahresbeginn hat das Papier knapp 20 Prozent an Wert verloren.
Schwaches Quartal erwartet
Am Mittwoch öffnet der Vorstand die Bücher für das erste Quartal. Anleger stellen sich auf durchwachsene Zahlen ein. Das Management deutete zuletzt eine Schwäche im Anleihehandel an. Die Folge: Analysten erwarten im Schnitt stagnierende Erlöse von rund 8,5 Milliarden Euro. Der Nettogewinn dürfte nahezu unverändert bei 1,9 Milliarden Euro liegen.
Am selben Tag entscheidet die Federal Reserve über den Leitzins. Die Deutsche Bank rechnet hier mit einer klaren Linie. Die hauseigenen Ökonomen erwarten im laufenden Jahr keine Zinssenkungen mehr. Sie verweisen auf ölgetriebene Inflationsrisiken und einen angespannten Arbeitsmarkt. Die Finanzmärkte stützen diese These. Laut LSEG-Daten preisen Händler eine ausbleibende Zinssenkung bis Jahresende mit fast 69 Prozent Wahrscheinlichkeit ein.
Mehr Geld für Aktionäre
Für Ende Mai plant das Geldhaus die Rückkehr zur Präsenz-Hauptversammlung. Erstmals seit 2019 treffen sich Aktionäre wieder physisch in Frankfurt am Main. Auf der Agenda stehen deutliche Erhöhungen bei den Auszahlungen. Das Management schlägt eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie vor. Das entspricht einem Plus von fast 50 Prozent zum Vorjahr.
Hinzu kommt ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm. Damit übertrifft die Bank ihr ursprüngliches Ausschüttungsziel für die vergangenen fünf Jahre. Auch die Aufsichtsräte sollen künftig mehr Geld erhalten. Die Bank hält die bisherige Bezahlung für nicht mehr wettbewerbsfähig. Die feste Grundvergütung der Kontrolleure soll auf 350.000 Euro steigen. Als neues Aufsichtsratsmitglied schlägt die Bank den Henkel-Chef Carsten Knobel vor.
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Neue Ziele für die Hausbank
Der aktuelle Geschäftsbericht skizziert bereits die Strategie für die kommenden Jahre. Die Bank will ihre Position als globale Hausbank weiter ausbauen. Ab 2026 soll die Ausschüttungsquote auf 60 Prozent steigen. Der Vorstand stellt sogar zusätzliche Zahlungen in Aussicht.
Voraussetzung dafür ist eine harte Kernkapitalquote von dauerhaft über 14 Prozent. Für das laufende Jahr zeigt sich das Management optimistisch. Die Erträge sollen leicht steigen und rund 33 Milliarden Euro erreichen.
Der Aktienkurs spiegelt diese Pläne aktuell nicht wider. Am Freitag rutschte das Papier unter die 50-Tage-Linie und schloss bei gut 27 Euro. Vom Jahreshoch ist die Aktie ein Fünftel entfernt. Die anstehenden Quartalszahlen könnten nun neue Impulse liefern. Zahltag für die vorgeschlagene Dividende ist planmäßig Anfang Juni.
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