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Deutsche Bank Aktie: Hauptversammlung mit Signalen

Die Deutsche Bank erhöht die Dividende um 50 Prozent und schlägt höhere Vergütungen für den Aufsichtsrat vor. Die Kapitalausschüttungen der letzten Jahre übertreffen das ursprüngliche Ziel.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Dividende steigt auf 1,00 Euro je Aktie
  • Ausschüttungsziel wird übertroffen
  • Vergütung für Aufsichtsrat wird angehoben
  • Personelle Wechsel im Kontrollgremium

Die Deutsche Bank lädt erstmals seit 2019 wieder zur Präsenz-Hauptversammlung ein — und nutzt den Anlass, um gleich mehrere Botschaften an ihre Aktionäre zu senden. Am 28. Mai treffen sich Anteilseigner in Frankfurt, mit einer bestätigten Dividendenerhöhung im Gepäck.

Dividende und Rückkäufe übertreffen Ziel

Das Herzstück der Agenda: eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie für das abgelaufene Geschäftsjahr. Gegenüber den 0,68 Euro des Vorjahres entspricht das einem Anstieg von rund 50 Prozent. Zusammen mit dem im Februar gestarteten Aktienrückkauf im Volumen von einer Milliarde Euro summieren sich die kumulierten Kapitalausschüttungen für die Jahre 2021 bis 2025 auf 8,5 Milliarden Euro — und übertreffen damit das ursprünglich angestrebte Ziel von 8,0 Milliarden Euro.

Beim Aufsichtsrat gibt es personelle Veränderungen. Frank Witter legt sein Mandat aus persönlichen Gründen nieder. Als Nachfolger wird Carsten Knobel vorgeschlagen, Vorstandsvorsitzender der Henkel AG. Aufsichtsratschef Alexander Wynaendts stellt sich zur Wiederwahl.

Aufsichtsrat soll deutlich mehr verdienen

Ebenfalls auf der Agenda: eine spürbare Anhebung der Aufsichtsratsvergütung. Die Grundvergütung für einfache Mitglieder steigt von 300.000 auf 350.000 Euro, der Vorsitz wird künftig mit 1,15 Millionen Euro vergütet — bisher waren es 950.000 Euro. Vorstand und Aufsichtsrat begründen die Anpassung damit, dass die bisherigen Sätze nicht mehr wettbewerbsfähig seien.

Das Marktumfeld bleibt unterdessen angespannt. Die am gestrigen Mittwoch verkündete Zollpause der USA und die Absenkung globaler Zölle auf 10 Prozent für die meisten Staaten könnten kurzfristig Erleichterung bringen — wie tief der makroökonomische Gegenwind ins Zahlenwerk greift, zeigen die Q1-Ergebnisse am 29. April. Für das Gesamtjahr 2026 plant die Bank mit Konzernerlösen von rund 33 Milliarden Euro und einer Aufwand-Ertrag-Relation unter 65 Prozent.

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