Die Deutsche Bank landet im neuen WWF-Nachhaltigkeitsrating lediglich im Mittelfeld der deutschen Banken. Die Umweltschutzorganisation hat gemeinsam mit der Beratungsgesellschaft Deloitte 15 deutsche Institute unter die Lupe genommen – mit ernüchterndem Ergebnis für weite Teile der Branche.
Vorreiter? Fehlanzeige!
Während die ING als einziges Institut den Status „Vorreiter“ erreicht, muss sich die Deutsche Bank mit der Kategorie „Verfolger“ begnügen. Die begehrte Bestnote „Visionär“ schaffte kein einziges deutsches Geldhaus. Für das Rating wurden die Banken in drei Bereichen bewertet: Governance, Finanzieren und Investieren. Grundlage war ein umfangreicher Fragebogen mit 55 Komplexen, ausgewertet auf Basis von Selbstauskünften und öffentlich verfügbaren Informationen.
Die Kritik des WWF fällt deutlich aus: Banken würden den Klima- und Umweltschutz nicht ausreichend in ihre Geschäftsprozesse integrieren. „Banken entscheiden mit jedem Kredit, ob wir eine zukunftsfähige Wirtschaft finanzieren – oder die nächste Krise“, erklärt David Knewitz, Sustainable-Finance-Experte beim WWF Deutschland.
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Defizite in der Umsetzung
Zwar lobt die Organisation, dass Klimaziele zunehmend implementiert werden und Portfolios stärker entlang von Klimakriterien gesteuert würden. Doch in der praktischen Umsetzung hapere es gewaltig. Ein systematisches Monitoring von Klima- und Naturwirkungen über alle Geschäftsbereiche hinweg sei nicht flächendeckend etabliert. Der Schutz der Biodiversität spiegele sich nur punktuell im Bankenwesen wider.
Besonders brisant: Über die Hälfte der globalen Wirtschaftsleistung hängt direkt oder indirekt von funktionierenden Ökosystemen ab. Die Brisanz des Themas nimmt auch regulatorisch zu. Seit dem 12. Januar 2025 sind neue Leitlinien der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) in Kraft, die Banken verpflichten, Nachhaltigkeitsrisiken verbindlich in ihr Risikomanagement zu integrieren.
Der WWF fordert nun ein schnelles Aufholen: „Was jetzt nötig ist, sind ehrgeizige, überprüfbare und wissenschaftlich fundierte Ziele für Klima- und Biodiversitätsschutz, die fest in Geschäftsstrategie, Kredit- und Anlageentscheidungen sowie in Preis- und Kapitalsteuerung verankert sind.“
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