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Deutsche Bank Aktie: Dax-Spitze dank Sommerplus

Ein starkes Investmentbanking treibt den Quartalsgewinn; die DWS gewinnt Rekord-Neugeld, bleibt bei Ertrag und Gewinn aber hinter den Erwartungen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktionärsüberschuss von knapp 1,6 Milliarden Euro
  • Investmentbank steigert Vorsteuerbeitrag um zwölf Prozent
  • DWS sammelt fast 31 Milliarden Euro Neugeld
  • Aufsicht senkt Kapitalanforderung ab Januar 2027

Die Deutsche Bank hat im dritten Quartal mehr verdient, als Analysten erwartet hatten. Der Konzern erzielt damit das dritte Rekordquartal in Folge. Vorstandschef Christian Sewing stellt sogar höhere Ziele in Aussicht.

Investmentbank liefert, DWS enttäuscht

Auf die Aktionäre entfiel ein Überschuss von knapp 1,6 Milliarden Euro, je Aktie waren das 0,94 Euro nach 0,89 Euro im Vorjahr. Der Vorsteuergewinn stieg um acht Prozent auf gut 2,6 Milliarden Euro. Analysten hatten mit einem Rückgang gerechnet.

Den größten Beitrag leistete erneut die Investmentbank mit knapp 1,1 Milliarden Euro vor Steuern, ein Plus von zwölf Prozent. Auch die Unternehmensbank und die Privatkundenbank verdienten mehr als vor einem Jahr. Die Erträge legten um 3,6 Prozent zu.

Anders sieht es bei der börsennotierten Fondstochter DWS aus. Erträge und Gewinn stiegen schwächer als erwartet. Immerhin sammelte die DWS mit fast 31 Milliarden Euro so viel Neugeld ein wie nie zuvor in einem Quartal.

Sewing setzt auf mehr

Die Zahlen bestärken den Vorstand. Beim Gesamtjahresertrag könnte die Bank die angepeilte Marke von rund 33 Milliarden Euro übertreffen. Auch das Renditeziel für 2028, eine Eigenkapitalrendite von über 13 Prozent, hält Sewing für übertreffbar. Wie viel mehr sich die Bank zutraut, will sie im Januar mit den Jahreszahlen erläutern.

Analysten reagierten positiv. Kian Abouhossein von JPMorgan sieht die Kehrtwende im Firmenkundengeschäft endlich gelungen. Anke Reingen von RBC hob hervor, dass die Investmentbank die Erwartungen erfüllt habe, anders als bei manchen Wettbewerbern.

Kapitalanforderung sinkt

Rückenwind kommt zudem von der Aufsicht. Die Säule-2-Anforderung sinkt ab Januar 2027 auf 2,60 Prozent, 25 Basispunkte weniger als 2026. Die gesamte aufsichtliche Anforderung an die harte Kernkapitalquote beträgt dann 11,07 Prozent. Im zweiten Quartal 2026 hatte die Bank eine Quote von 13,92 Prozent ausgewiesen, der Puffer bleibt also komfortabel.

An der Börse kamen die Nachrichten gut an. Die Aktie stieg am Vormittag um rund drei Prozent auf 29,73 Euro und führte den Dax an. Zum Jahreswechsel notierte sie allerdings noch etwa zehn Prozent höher. Nach den ersten neun Monaten stehen gut 5,1 Milliarden Euro Gewinn für die Aktionäre zu Buche. Das Rekordjahr 2025 mit 6,1 Milliarden Euro Überschuss rückt damit in Reichweite, ebenso die Bestmarke von 2007 mit rund 6,5 Milliarden Euro.

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Diskussion zu Deutsche Bank

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

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