Die Deutsche-Bank-Aktie verlor gestern im Sog des breiten Marktausverkaufs 3,5%. Belastend wirkte das von KI- und Halbleiterverlusten geprägte Börsenumfeld. Reuters führte die Nervosität auf Sorgen vor strengerer KI-Regulierung nach dem Wahlerfolg der US-Demokraten sowie auf enttäuschte Erwartungen an die KI-Ausgaben zurück.
Der deutsche Aktienmarkt geriet dabei ebenfalls unter Druck: Der DAX verlor gestern laut Reuters 1,9 Prozent. Die Deutsche Bank fiel im Zuge dieser breiten Verkaufswelle mit.
Goldman Sachs hebt Kursziel an
Am Mittwoch hob Goldman Sachs das Kursziel für die Deutsche Bank von 44,25 auf 47,75 Euro an. Das Analysehaus bestätigte zugleich seine Kaufempfehlung „Buy“. Zur Begründung verwies der Bericht auf erwartete Ertragsverbesserungen und Umsatzdynamik in mehreren Geschäftsbereichen.
Die Deutsche Bank hatte vor rund zwei Wochen für das dritte Quartal 2026 einen Rekord-Nachsteuergewinn von 1,9 Milliarden Euro gemeldet. Der Vorsteuergewinn erreichte nach Unternehmensangaben 2,6 Milliarden Euro und lag damit um 8 Prozent über dem Vorjahresquartal.
Niedrigere Kapitalanforderung und neue Partnerschaft
Am 27. Oktober meldete die Deutsche Bank eine niedrigere regulatorische Kapitalanforderung: Die EZB senkte die Säule-2-Anforderung für Solvenzzwecke auf 2,60 Prozent. Diese Vorgabe gilt ab dem 1. Januar 2027. Die Anforderung für die Verschuldungsquote blieb bei 10 Basispunkten.
Am 30. Oktober starteten die Europäische Investitionsbank und die Deutsche Bank zudem eine Partnerschaft über 560 Millionen Euro. Sie soll europäische Raumfahrtunternehmen unterstützen.
Am Montag veröffentlichte die Deutsche Bank außerdem nach einer Kapitalmaßnahme die Gesamtzahl ihrer Stimmrechte. Zum Stichtag 30. Oktober belief sie sich auf 1.874.860.948.
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