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Deutsche Bank: 250.000 Aktien in einer Woche

Die Deutsche Bank hat bereits über 23 Millionen eigene Aktien zurückgekauft. Die kommenden Quartalszahlen zeigen, ob die operative Basis das laufende Rückkaufprogramm stützt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Über 23 Millionen Aktien seit Februar zurückgekauft
  • Quartalsbericht Ende April als nächster Prüfstein
  • Aktienkurs deutlich unter Analystenkonsens
  • Rechtsrisiken bei Sanktionsmeldungen im Blick

Über 23 Millionen Aktien hat die Deutsche Bank seit Ende Februar zurückgekauft. Das Programm läuft — und nächste Woche zeigt sich, ob die operative Basis dazu passt.

Rückkäufe laufen planmäßig

In der Woche vom 13. bis 17. April erwarb die Bank weitere 250.000 eigene Anteilscheine. Der volumengewichtete Durchschnittskurs lag zwischen 27,41 und 28,32 Euro. Seit Programmstart am 26. Februar summieren sich die Käufe auf rund 23,1 Millionen Aktien.

Das Gesamtvolumen des Programms beträgt bis zu eine Milliarde Euro. Abgeschlossen sein soll es spätestens am 28. August 2026. Die zurückgekauften Aktien werden eingezogen — das erhöht rechnerisch den Gewinn je verbleibender Aktie.

Kurs unter Druck, Konsens weit entfernt

Die Aktie schloss gestern bei 28,05 Euro. Seit Jahresbeginn liegt das Minus bei rund 16 Prozent, obwohl der Kurs über zwölf Monate um fast 32 Prozent gestiegen ist. Zum 52-Wochen-Hoch von 33,81 Euro fehlen gut 17 Prozent.

Barclays und Goldman Sachs haben ihre Kursziele zuletzt gesenkt. Als Grund nennen sie die schleppende Konjunkturerholung in Deutschland. Der Konsens liegt trotzdem bei rund 35,50 Euro — deutlich über dem aktuellen Niveau.

Das Rückkaufprogramm stützt den Kurs technisch. Nachhaltig ändern kann es die Bewertung allein nicht.

Quartalszahlen als nächster Prüfstein

Am 29. April legt die Deutsche Bank ihren Bericht für das erste Quartal vor. Marktbeobachter rechnen für das Gesamtjahr 2026 mit einem Gewinn je Aktie von etwa 3,31 Euro.

Hinzu kommen laufende Rechtsrisiken: Behörden untersuchen offenbar Sanktionsmeldungen im Zusammenhang mit russischen Privatkunden. Dass die Bank trotzdem an ihren Ausschüttungsplänen festhält, wertet der Markt als Signal für eine solide Kapitalbasis.

Bestätigen die Quartalszahlen die Gewinnziele, könnte das Zusammenspiel aus operativem Wachstum und sinkendem Aktienangebot die Basis für eine Neubewertung legen. Bis dahin bleiben die wöchentlichen Rückkäufe der verlässlichste Puffer gegen größere Kursrücksetzer.

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Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.