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Deutsche Bank: 1,33 Millionen Aktien zurückgekauft

Deutsche Bank kauft eigene Aktien zurück, während Warburg Research das Kursziel erhöht. Anleger blicken zudem auf den EZB-Zinsentscheid.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Deutsche Bank kauft 1.330.684 Aktien
  • Rückkäufe seit August deutlich ausgeweitet
  • Warburg Research hebt Kursziel an
  • EZB-Zinsentscheid wird am Nachmittag erwartet

Die Aktie der Deutschen Bank zeigt sich am heutigen Donnerstag in einer starken Verfassung und profitiert dabei von der fortgesetzten Kapitalrückführung an die Aktionäre sowie einer optimistischen Einschätzung durch Analysten. Das Papier notiert aktuell bei 35,33 € und verbucht damit ein Plus von 1,0 %. Damit rückt das erst vorgestern erreichte 52-Wochen-Hoch von 35,84 € wieder in unmittelbare Reichweite.

Millionen Aktien in kurzer Zeit zurückgekauft

Ein wesentlicher Treiber für die positive Kursentwicklung ist das laufende Aktienrückkaufprogramm des Frankfurter Kreditinstituts. In der Handelswoche zwischen dem 31. August und dem 4. September erwarb die Bank insgesamt 1.330.684 eigene Aktien über die Börse. Dieser massive Rückkauf unterstreicht das Vorhaben des Vorstands, überschüssiges Kapital an die Investoren zurückzugeben und damit den Wert der verbleibenden Anteile zu steigern.

Seit dem Start der Maßnahme am 25. August wurden damit bereits 2.928.750 Anteile vom Markt genommen. Die für den Rückkauf gezahlten Preise bewegten sich in der vergangenen Woche in einer Spanne zwischen durchschnittlich 34,13 Euro und 35,40 Euro pro Stück. Durch die Verringerung der im Umlauf befindlichen Aktien erhöht das Unternehmen rechnerisch den Gewinn pro Anteilsschein, was von Marktteilnehmern als positives Signal gewertet wird.

Analysten heben Kursziele deutlich an

Zusätzlichen Rückenwind erhält das Unternehmen durch aktuelle Bewertungen namhafter Analysehäuser. Warburg Research hat das Kursziel für die Deutsche Bank von zuvor 39,00 Euro auf nun 41,50 Euro angehoben und die Einstufung auf „Buy“ belassen. Die Experten trauen der Aktie damit ein signifikantes Aufwärtspotenzial zu, das deutlich über dem derzeitigen Kursniveau liegt.

Parallel dazu bekräftigten die Analysten von JPMorgan ihre Einstufung mit „Overweight“. Das Kursziel wird dort bei 41,00 Euro gesehen. Diese Einschätzungen stützen die Erwartung, dass das Geldhaus trotz eines herausfordernden konjunkturellen Umfelds seine Ertragskraft beibehalten kann. Die Kombination aus Kostendisziplin und stabilen Erträgen im Zinsgeschäft bleibt für viele Investoren das zentrale Argument für ein Engagement.

Fokus auf EZB-Zinsentscheid und Inflation

Im weiteren Tagesverlauf richtet sich die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer auf die Sitzung des Rats der Europäischen Zentralbank (EZB). Für den Nachmittag um 14:15 Uhr wird die Bekanntgabe der Zinsentscheidung erwartet. Experten rechnen mehrheitlich mit einer Anhebung der Leitzinsen um 25 Basispunkte, wodurch der Einlagensatz auf ein Niveau von 2,50 Prozent steigen würde. Es wäre der zweite Zinsschritt im laufenden Jahr.

Hintergrund der erwarteten Straffung ist die weiterhin über dem Zielwert liegende Teuerung im Euroraum, die im August bei 3,3 Prozent lag. In Deutschland wurde für denselben Monat eine Inflationsrate von 2,9 Prozent gemeldet, während die Kerninflation bei 2,4 Prozent verharrte.

Für Banken wie die Deutsche Bank bedeuten höhere Zinsen in der Regel eine Verbesserung der Nettozinsspanne, da sie Kredite teurer vergeben können, wenngleich gleichzeitig die Refinanzierungskosten steigen.

Die Preisentwicklung wird maßgeblich durch die hohen Kosten für Energie getrieben, die im August im Jahresvergleich um 10,5 Prozent zulegten. Besonders deutlich verteuerten sich Kraftstoffe mit einem Plus von 27,7 Prozent, während leichtes Heizöl sogar fast 50 Prozent mehr kostete als im Vorjahr.

In diesem Spannungsfeld aus Inflation und Geldpolitik bleibt die Deutsche Bank als zyklischer Wert ein zentraler Fokuspunkt für Anleger am deutschen Aktienmarkt.

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Diskussion zu Deutsche Bank

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

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