Pharmaunternehmen legen oft Quartalszahlen vor, die auf den ersten Blick unspektakulär wirken. Bei Dermapharm täuscht der Eindruck. Der Gesamtumsatz stieg im ersten Quartal 2026 nur um 1,1 Prozent auf 305,8 Millionen Euro. Dahinter verbirgt sich aber ein zweigeteiltes Bild: während das Markenarzneimittelgeschäft auf Rekordjagd geht, bricht das Parallelimportgeschäft massiv ein.
Markenarzneimittel als Zugpferd
Mit einem Plus von 11,7 Prozent auf 162,9 Millionen Euro entwickelte sich das Segment Markenarzneimittel zum klaren Wachstumstreiber. Davon profitierte auch die Rentabilität: das bereinigte EBITDA kletterte um 7,5 Prozent auf 87,4 Millionen Euro, die Marge erreichte 28,6 Prozent. Unbereinigt lag das EBITDA mit 91,2 Millionen Euro sogar 13,9 Prozent über dem Vorjahreswert – hier schlug ein negativer Goodwill aus der Mucos-Akquisition zu Buche.
Der Nettogewinn schnellte um über ein Drittel auf 45,1 Millionen Euro nach oben. Pro Aktie verdiente Dermapharm 0,84 Euro.
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Gegenwind aus dem Parallelimport
Nicht alle Geschäftsfelder laufen rund. Der Parallelimport von Arzneimitteln verzeichnete einen Umsatzrückgang von 21,1 Prozent auf 47,8 Millionen Euro. Ein schwieriges Marktumfeld, wie das Management betont. Dennoch hält CEO Dr. Hans-Georg Feldmeier an der Prognose für 2026 fest: Konzernumsatz zwischen 1.182 und 1.218 Millionen Euro, bereinigtes EBITDA zwischen 331 und 341 Millionen Euro.
Die jüngsten Zukäufe – die Mucos-Gruppe und F. Trenka – sollen das Portfolio langfristig stärken. Im Juni plant Dermapharm die ordentliche Hauptversammlung.
Aktie nähert sich dem Hoch
Die Zahlen kamen am Markt gut an. Die Aktie notiert bei 46,85 Euro und damit auf dem 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn beträgt das Plus 22 Prozent. Der RSI von knapp 62 signalisiert moderaten Optimismus, aber noch keine Überhitzung. Dermapharm hat die Erwartungen im ersten Quartal erfüllt – ob die Dynamik bis zum Jahresende trägt, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell sich die Akquisitionen auszahlen.
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