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Delta Air Lines Aktie: Unerwartet zurückgefallen?

Delta Air Lines meldet starken Nettogewinn, der jedoch auf Finanzgeschäften beruht, während das operative Fluggeschäft mit sinkender Auslastung und steigenden Kosten kämpft.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Nettogewinn steigt um 45 Prozent auf 1,22 Milliarden Dollar
  • Bereinigter Gewinn je Aktie fällt auf 1,55 Dollar
  • Auslastung und Passagierkilometer gehen zurück
  • Aktie verliert vorbörslich über vier Prozent

Die Fluggesellschaft aus Atlanta legte am Dienstag Zahlen vor, die auf den ersten Blick beeindrucken: Der Nettogewinn schoss im vierten Quartal um 45 Prozent auf 1,22 Milliarden Dollar in die Höhe. Doch ein Blick hinter die Kulissen offenbart: Im operativen Geschäft läuft es alles andere als rund. Die Aktie verlor vorbörslich über vier Prozent.

Wenn Finanztricks die wahre Lage verschleiern

Das Problem zeigt sich beim bereinigten Gewinn je Aktie: Dieser sank von 1,85 Dollar im Vorjahresquartal auf nur noch 1,55 Dollar. Der kräftige Sprung beim ausgewiesenen Gewinn resultierte lediglich aus günstigen Finanzgeschäften – das eigentliche Fluggeschäft schwächelt. Die Auslastung der Maschinen fiel von 84 auf 82 Prozent, während die Passagierkilometer von 60,39 auf 59,86 Milliarden zurückgingen.

Für das Gesamtjahr 2025 summierte sich der Umsatz auf 63,4 Milliarden Dollar – ein Plus von drei Prozent. Doch gleichzeitig drückten steigende Betriebskosten massiv auf die Marge: Der operative Gewinn sank um drei Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar. Nur dank der erwähnten Finanzgeschäfte kletterte der Nettogewinn um 45 Prozent auf 5 Milliarden Dollar.

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Ausblick enttäuscht die Anleger

CEO Ed Bastian peilt für 2026 einen bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 6,50 und 7,50 Dollar an – mehr als die 5,82 Dollar von 2025. Doch diese Spanne überzeugte die Börsianer nicht. Für das laufende erste Quartal stellte das Management lediglich 0,50 bis 0,90 Dollar je Aktie in Aussicht.

Bastian machte deutlich: Die unberechenbare Zollpolitik unter Donald Trump belastet die gesamte US-Luftfahrtbranche. „Wir werden keinen Rekordgewinn in Aussicht stellen oder versprechen, bevor wir die Unsicherheiten etwas besser verstanden haben“, so der Konzernchef. Er verwies auf politische Risiken sowohl aus den USA als auch aus dem Ausland.

Parallel zum Zahlenwerk gab Delta bekannt, 30 Boeing 787 „Dreamliner“ zu ordern – ein Signal, dass man trotz aktueller Herausforderungen langfristig auf Expansion setzt. An der New Yorker Börse reagierte der Markt dennoch skeptisch: Die Aktie notierte vorbörslich bei 66,92 Dollar, ein Minus von 5,77 Prozent.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.