Ein Kursrutsch von fast sieben Prozent im regulären Handel, gefolgt von einem satten Plus nachbörslich — Dell Technologies liefert am Dienstag eine Achterbahnfahrt, die am Ende positiv endet. Der Grund: Zahlen, die selbst optimistische Schätzungen alt aussehen lassen.
Im zweiten Geschäftsquartal 2027 setzte der Computerkonzern 46,97 Milliarden US-Dollar um, ein Plus von 58 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der bereinigte Gewinn je Aktie kletterte auf 7,04 Dollar — Analysten hatten im Schnitt nur 4,87 Dollar erwartet. Damit übertraf Dell die Prognosen deutlich, sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn.
KI-Server treiben das Geschäft
Der Wachstumsmotor sitzt in der Infrastructure Solutions Group. Der Bereich legte um 89 Prozent auf 31,78 Milliarden Dollar zu, allein mit KI-optimierten Servern kamen 16,4 Milliarden Dollar Umsatz zusammen.
Bemerkenswerter ist aber der Blick nach vorn: Im Quartal gingen Bestellungen für KI-Server über 60,9 Milliarden Dollar ein, der Auftragsbestand kletterte auf einen Rekordwert von 95 Milliarden Dollar — fast eine Verdopplung gegenüber dem Vorquartal.
Auch abseits der KI-Sparte zeigt Dell überraschende Stärke. Traditionelle Server und Netzwerktechnik wuchsen um 122 Prozent, das Storage-Geschäft um 26 Prozent. Management erklärte dies mit einer breiten Modernisierungswelle in Rechenzentren: Ein Großteil der installierten Basis läuft noch auf älteren Servergenerationen, die nun ersetzt werden — teils im Verhältnis von einem neuen Gerät zu über zehn alten Systemen.
Prognose deutlich angehoben
Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Dell nun mit 192 Milliarden Dollar Umsatz und einem bereinigten Gewinn von 25,50 Dollar je Aktie — eine Anhebung um 25 Milliarden Dollar gegenüber der bisherigen Zielspanne. Für das dritte Quartal stellt der Konzern 49 Milliarden Dollar Umsatz in Aussicht, deutlich über den zuvor kalkulierten gut 41 Milliarden Dollar.
Im Gesamtjahr soll der KI-Server-Umsatz auf 74 Milliarden Dollar steigen, dreimal so viel wie im Vorjahr. Möglich wird das trotz spürbarer Lieferengpässe bei Speicherchips und anderen Komponenten — Dell spricht von einem Umfeld, in dem die Nachfrage das verfügbare Angebot weiterhin übersteigt.
Finanziell zeigt sich der Konzern robust: Der freie Cashflow stieg auf 8,1 Milliarden Dollar, an die Aktionäre floss mit 4,3 Milliarden Dollar so viel Kapital zurück wie nie zuvor in einem Quartal. Die Aktie hat seit Jahresbeginn bereits eine außergewöhnliche Rally hinter sich — die jüngsten Zahlen liefern nun die fundamentale Untermauerung für die hohen Erwartungen, die der Markt an das Unternehmen stellt.
Dell Technologies-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Dell Technologies-Analyse vom 2. September liefert die Antwort:
Die neusten Dell Technologies-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Dell Technologies-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Dell Technologies: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
