J.P. Morgan traut Dell deutlich mehr zu als zuvor. Die Bank hob das Kursziel von 205 auf 280 Dollar an und ließ die Einstufung auf „Overweight“. Im Mittelpunkt steht der rasch wachsende Bedarf an Infrastruktur für Künstliche Intelligenz.
Der Markt spielt diese Karte bereits mit. Die Aktie notiert bei 210,50 Euro und hat seit Jahresbeginn gut 93 Prozent zugelegt. Vom Hoch bei 220,35 Euro ist sie nur noch rund 4,5 Prozent entfernt.
KI-Server treiben die Fantasie
Die Analysten erwarten, dass Dell seine Prognose für das Geschäftsjahr 2027 anheben wird. Im Raum steht ein Umsatzwachstum beim Gewinn je Aktie von 27 Prozent. Zuvor lag die Schätzung bei 25 Prozent.
Das Vertrauen stützt sich auf den Ausbau von KI-Servern und auf die starke Nachfrage im Hardware-Segment. Besonders die Infrastruktur-Sparte liefert weiter Rückenwind. Im jüngsten Quartal lag der Umsatz bei 33,38 Milliarden Dollar, ein Plus von 39,5 Prozent. Der Gewinn je Aktie erreichte 3,89 Dollar und lag damit über den erwarteten 3,53 Dollar.
Auch der Auftragsbestand bleibt beeindruckend. Dell soll im vergangenen Geschäftsjahr mehr als 64 Milliarden Dollar an KI-Servern bestellt bekommen haben. In die neue Periode startete der Konzern mit einem KI-Backlog von rund 43 Milliarden Dollar.
Technik soll mehr Dichte bringen
Parallel dazu meldete Dell einen technischen Fortschritt bei Hochleistungs-Speicher. Zusammen mit Kioxia hat der Konzern eine 2U-Serverkonfiguration vorgestellt, die bis zu 9,8 Petabyte Flash-Speicher skalieren kann.
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Die Lösung kombiniert den PowerEdge R7725xd mit AMD-EPYC-Prozessoren und 40 NVMe-SSDs der LC9-Serie von Kioxia. Jede dieser SSDs bietet 245,76 Terabyte Kapazität. Damit zielt das System auf KI-Workloads, große Datenpools und Backup-Umgebungen mit extrem hohem Speicherbedarf.
Für Rechenzentren ist das mehr als ein Produktdetail. Weniger Platzbedarf bei hoher Speicherdichte kann bei KI-Projekten ein echter Vorteil sein. Genau dort will Dell sich als Infrastruktur-Anbieter statt als klassischer PC-Hersteller positionieren.
Kursfantasie trifft auf erste Zweifel
Nicht alle Häuser ziehen mit. UBS hat die Aktie jüngst auf „Neutral“ gesetzt und verwies darauf, dass ein Teil der starken Server-Nachfrage bereits eingepreist sein könnte. Der Gegenwind ist also da, auch wenn die breitere Marktstimmung weiter auf das „AI factory“-Thema setzt.
Hinzu kommt ein strategischer Schritt auf Ebene des Firmensitzes. Der Verwaltungsrat hat einstimmig vorgeschlagen, den Sitz von Delaware nach Texas zu verlegen. Über die Änderung sollen die Aktionäre im Juni abstimmen. Am Management, an der Strategie oder an den Vermögenswerten soll sich dadurch nichts ändern.
Die nächsten Wochen bleiben wichtig. Ende Mai will Dell die Zahlen zum ersten Quartal vorlegen. Dann zeigt sich, ob die starke Nachfrage nach KI-Infrastruktur schon in noch kräftigeren Prognosen ankommt.
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