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Dell Aktie: Citi wird optimistischer

Citi-Analystin bestätigt Kaufvotum für Dell und hebt Kursziel an. Ein Großauftrag von Texas A&M untermauert die starke KI-Nachfrage.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Citi erhöht Kursziel auf 515 Dollar
  • Kaufempfehlung und positive Kurswette
  • Texas A&M beauftragt Dell mit KI-Plattform
  • Quartalszahlen Anfang September im Fokus

Dell hat sich in den vergangenen Monaten vom klassischen PC-Anbieter zu einem der gefragtesten KI-Infrastruktur-Zulieferer gewandelt. Die Rally von rund 250 Prozent in diesem Jahr hätte manchen Analysten vorsichtig gemacht. Bei Citi ist das Gegenteil der Fall.

Citi erhöht Kursziel deutlich

Analystin Asiya Merchant bestätigte am Freitag ihre Kaufempfehlung und hob das Kursziel von 475 auf 515 Dollar an. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von gut 17 Prozent gegenüber dem letzten Schlusskurs. Damit liegt Citi über dem durchschnittlichen Analystenziel von 502,20 Dollar, allerdings nicht am oberen Ende der Spanne — Susquehanna sieht den fairen Wert sogar bei 700 Dollar.

Zusätzlich setzte Citi Dell auf ihre „Upside 90-Day Catalyst Watch“. Das Analystenhaus erwartet also innerhalb der kommenden drei Monate einen konkreten positiven Kurstreiber, allen voran die Quartalszahlen am 3. September. Für das am 31. Juli endende Quartal rechnet der Marktkonsens mit einem Umsatzplus von 51 Prozent auf 44,9 Milliarden Dollar sowie einem Gewinnsprung auf 4,88 Dollar je Aktie. Die operative Marge soll sich dabei von 7,7 auf 9,3 Prozent verbessern.

Auftrag von Texas A&M unterstreicht Nachfrage

Dass die Servernachfrage nicht nur aus den großen Cloud-Konzernen kommt, zeigt ein aktueller Auftrag: Die Texas A&M Engineering Experiment Station hat Dell mit dem Aufbau einer KI- und HPC-Plattform namens IGNITE beauftragt. Das staatlich finanzierte Projekt soll Forschung in Bereichen wie nationaler Sicherheit, Materialforschung und Robotik unterstützen und zu den größten KI-Installationen im Hochschulbereich zählen. Ausgestattet wird die Plattform mit Dells liquiditätsgekühlten PowerEdge-Servern und AMD-Instinct-Grafikprozessoren.

Solche Aufträge passen zum Bild, das auch die jüngsten Zahlen von AMD und Intel zeichnen: Hyperscaler und Forschungseinrichtungen fahren ihre Investitionen in KI-Infrastruktur weiter hoch. Dell sitzt als Systemlieferant an einer zentralen Stelle dieser Wertschöpfungskette.

Charttechnisch bleibt die Ausgangslage stark. Die Aktie notierte zuletzt nur rund vier Prozent unter ihrem Allzeithoch vom 1. Juni und hat sich nach der steilen Rally oberhalb der 50-Tage-Linie stabilisiert. Solange die Marke um 400 Dollar hält, bleibt der Aufwärtstrend intakt — die nächste echte Bewährungsprobe folgt mit den Zahlen am 3. September.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.