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Delivery Hero: Glovo-Razzia in Italien

Delivery Hero feiert operative Erfolge, während eine Razzia bei Tochter Glovo in Italien für Gegenwind sorgt und die Aktie leicht fallen lässt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Durchsuchung bei Glovo in Italien
  • Fokus auf Profitabilität und KI-Logistik
  • Aktie gibt leicht nach auf 20,32 Euro
  • Morgan Stanley reduziert Anteil auf 12,48 Prozent

Fünfzehn Jahre nach der Gründung feiert Delivery Hero operative Erfolge, während italienische Behörden die Büros der Tochter Glovo durchsuchen. Dieser Kontrast prägt das Bild am Donnerstag. Die Aktie reagiert mit leichten Abgaben auf die Nachrichtenlage.

Operative Stärke trifft regulatorischen Druck

Der Konzern ist mittlerweile in rund 65 Ländern aktiv. Das Management meldet monatlich über 60 Millionen aktive Kunden. An Spitzentagen wickelt der Dienst bis zu 12 Millionen Bestellungen ab.

Der strategische Fokus verschiebt sich derweil spürbar. Statt reiner Expansion soll die Profitabilität steigen. Der Konzern setzt verstärkt auf autonome Roboter und KI-gesteuerte Logistik im Bereich des Quick Commerce.

Parallel dazu gerät die Tochtergesellschaft Glovo unter Druck. Die italienische Wettbewerbsbehörde AGCM leitete eine Untersuchung ein und ließ Büros durchsuchen. Im Kern geht es um die Arbeitsbedingungen der Fahrer und die algorithmische Steuerung der Lieferplattform.

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Analystenblick und Anteilseigner

An der Börse gab das Papier um 0,93 Prozent auf 20,32 Euro nach. Damit notiert der Titel knapp über dem Kursziel von 20 Euro, das die Deutsche Bank Research zuletzt bestätigte. Die Einstufung verbleibt auf „Hold“.

Analystin Nizla Naizer sieht die Profitabilität für 2026 am oberen Ende der Zielspanne. Indes reduzierte Morgan Stanley seinen Stimmrechtsanteil am Unternehmen auf 12,48 Prozent.

Glovo hat volle Kooperation mit den italienischen Behörden zugesichert. Die regulatorischen Risiken in Europa bilden nun das Gegengewicht zu den technologischen Fortschritten des Lieferdienstes.

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Diskussion zu Delivery Hero

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.