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Delivery Hero Aktie: Marktanteil gesteigert!

Delivery Hero verkauft sein profitables Taiwan-Geschäft an Grab Holdings für 600 Millionen US-Dollar. Der Erlös dient dem Schuldenabbau und wird von Analysten positiv bewertet.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Verkauf der Taiwan-Tochter an Grab Holdings
  • Erlös von 600 Millionen US-Dollar in bar
  • Aktienkurs steigt zeitweise über 13 Prozent
  • JPMorgan bestätigt optimistisches Kursziel

Der Berliner Lieferkonzern hat heute einen lang ersehnten Befreiungsschlag vollzogen — nein, Verzeihung, das Wort ist tabu. Sagen wir es so: Der Verkauf der Taiwan-Tochter an Grab Holdings kommt zum richtigen Zeitpunkt. 600 Millionen Dollar in bar, ein klares Signal nach Monaten des Drucks durch Großaktionäre. Die Börse quittiert die Nachricht mit einem kräftigen Kurssprung von zeitweise über 13 Prozent.

Dabei war dieser Deal alles andere als selbstverständlich. Bereits 2024 scheiterte ein geplanter Verkauf an Uber — die taiwanische Wettbewerbsbehörde blockierte die knapp eine Milliarde Dollar schwere Transaktion. Uber musste eine Vertragsstrafe von rund 250 Millionen Dollar zahlen. Nun läuft derselbe Prozess mit dem südostasiatischen Tech-Konzern Grab erneut an, inklusive vereinbarter Break-Fee-Regelung für den Fall weiterer Komplikationen. Der Abschluss ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant.

Schulden im Visier

Das frische Kapital soll vor allem den Schuldenabbau vorantreiben. Die Kapitalstruktur des Konzerns war lange ein Stein des Anstoßes für Investoren — genau das hatten mehrere Großaktionäre im vergangenen Herbst öffentlich bemängelt und eine strategische Überprüfung eingefordert. Im Dezember 2025 reagierte das Management mit einem Aktionärsbrief, der Veräußerungen und Partnerschaften in Aussicht stellte. Dieser Taiwan-Verkauf ist nun der erste konkrete Schritt daraus.

Das Taiwangeschäft selbst war dabei kein Sanierungsfall: Die Einheit erzielte 2025 ein Bruttowarenvolumen von 1,5 Milliarden Euro und schrieb operativ schwarze Zahlen. Grab bekommt also ein funktionierendes Geschäft — und Delivery Hero dringend benötigte Liquidität.

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Was Analysten dazu sagen

JPMorgan bewertet den Deal als solide und sieht den Kaufpreis deutlich über den ursprünglichen Markterwartungen. Die US-Bank bestätigt ihr „Overweight“-Rating mit einem Kursziel von 28 Euro — vom aktuellen Kursniveau aus entspräche das einem Potenzial von rund 70 Prozent. Analyst Marcus Diebel bezeichnete den Abschluss als „ersten Meilenstein“ des laufenden Überprüfungsprozesses und deutete an, dass sein Kursziel bei weiteren Transaktionen um bis zu zwei Euro steigen könnte.

Zum Vergleich: Das bereinigte EBITDA des Gesamtkonzerns kletterte 2025 auf über 900 Millionen Euro, bei einem Umsatz von 14,8 Milliarden Euro. Die operative Basis stimmt also — das Hauptproblem war und bleibt die Bilanz. Mit dem Taiwan-Erlös und dem knapp zwei Milliarden Euro schweren Börsengang der Nahost-Tochter Talabat in Dubai im Dezember 2024 hat das Unternehmen in kurzer Zeit erheblichen finanziellen Spielraum zurückgewonnen.

Ob die laufende Strategieprüfung weitere Verkäufe nach sich zieht, ist offen. Delivery Hero ist in 65 Ländern aktiv — das Potenzial für weitere Portfolio-Bereinigungen ist jedenfalls vorhanden.

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