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Symbolbild, KI-generiert

Delivery Hero Aktie: DoorDash prüft Übernahme

Uber scheitert mit Übernahmeangeboten für Delivery Hero, während DoorDash Interesse signalisiert. Aktie erreicht 52-Wochen-Hoch.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Uber-Angebote von 33 und 38 Euro abgelehnt
  • DoorDash zeigt Interesse an Übernahme
  • Aktionäre fordern über 40 Euro pro Aktie
  • Aktie steigt auf 52-Wochen-Hoch

33 Euro — abgelehnt. 38 Euro — ebenfalls abgelehnt. Uber Technologies kämpft um Delivery Hero, und die Großaktionäre des Berliner Essenslieferdienstes zeigen sich bislang wenig beeindruckt.

Uber hatte am 23. Mai ein indiziertes Übernahmeangebot von 33 Euro je Aktie unterbreitet, was einer Gesamtbewertung von rund 10 Milliarden Euro entspräche. Der US-Konzern ist kein Unbekannter bei Delivery Hero: Er hält bereits 19,5 % des ausgegebenen Kapitals direkt sowie weitere 5,6 % über Optionen. Dennoch stieß das Angebot auf Widerstand. Einige Großaktionäre sollen einen Preis von über 40 Euro anstreben — und lehnten auch ein kolportiertes Folgegebot von 38 Euro ab. Uber-Chef Dara Khosrowshahi traf sich persönlich mit Aufsichtsratsvorsitzender Kristin Skogen Lund in Oslo, um den Widerstand zu brechen.

DoorDash mischt sich ein

Das Rennen könnte noch komplizierter werden. US-Konkurrent DoorDash hat bei Aktionären Interesse am Nahost-Geschäft von Delivery Hero — bekannt als Talabat — signalisiert und soll sogar eine vollständige Übernahme des Konzerns geprüft haben. Ein zweiter ernsthafter Bieter würde die Verhandlungsposition der Aktionäre erheblich stärken.

Delivery Hero selbst betonte, weiterhin auf seinen laufenden strategischen Überprüfungsprozess konzentriert zu sein. Dieser Prozess läuft bereits seit einiger Zeit — der Übernahmedruck von außen beschleunigt ihn nun spürbar.

Wachstum gibt Aktionären Rückenwind

Die operative Lage liefert den Aktionären Argumente für harte Verhandlungen. Im ersten Quartal 2026 wuchs der Bruttowarenwert währungsbereinigt um 8,8 % auf 12,5 Milliarden Euro, der Gesamtsegmentumsatz kletterte um 17,8 % auf 3,7 Milliarden Euro. Das Quick-Commerce-Geschäft legte um 30 % zu und macht mittlerweile 18 % des Konzern-GMV aus. Die Jahresprognose wurde bestätigt, das bereinigte EBITDA soll am oberen Ende der Zielspanne landen.

Der Markt hat die Lage längst eingepreist: Die Aktie notiert aktuell bei 38,97 Euro — ein 52-Wochen-Hoch — und hat sich seit Jahresbeginn um rund 71 % verteuert. Wer unter 40 Euro kaufen will, muss die Aktionäre noch überzeugen.

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