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Symbolbild, KI-generiert

DeFi Technologies Aktie: Auf rutschigem Parkett?

Das Unternehmen meldet historische Umsätze und Gewinne, doch das verwaltete Vermögen schrumpft und die Aktie kämpft mit Nasdaq-Vorgaben. Analysten sind uneins über die Zukunft.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Historische Umsatz- und Gewinnzahlen für 2025
  • Verwaltetes Vermögen bei Valour deutlich gesunken
  • Aktie droht Verstoß gegen Nasdaq-Mindestkurs
  • Analysten korrigieren Bewertungen nach oben und unten

Rekordumsatz, Rekordgewinn — und trotzdem notiert die Aktie nahe Mehrmonatstiefs. Für DeFi Technologies klafft zwischen operativer Leistung und Börsenbewertung eine ungewöhnlich breite Lücke. Analysten sind gespalten, und eine Nasdaq-Frist macht die Lage nicht einfacher.

Analysten zwischen Upgrade und Kurszielkürzung

Zwei Ratinghäuser haben ihre Einschätzung zuletzt nach oben korrigiert. Weiss Ratings hob DeFi Technologies von „Sell (D-)“ auf „Hold (C-)“ an — eine Kehrtwende nach monatelanger Verkaufsempfehlung. Wall Street Zen vollzog am 4. April einen ähnlichen Schritt.

Gleichzeitig haben die verbliebenen Käufer ihre Preisvorstellungen deutlich gesenkt. HC Wainwright hält zwar an einem „Buy“ fest, kappte das Kursziel aber von 5,50 auf 2,00 US-Dollar. B. Riley strich es von 1,60 auf 1,00 US-Dollar — und begründete den Schritt direkt mit der Entwicklung des verwalteten Vermögens bei Valour, dem ETP-Arm des Unternehmens.

Starke Zahlen, schwächelndes AUM

Das Geschäftsjahr 2025 war das stärkste in der Unternehmensgeschichte: Jahresumsatz von 99,1 Millionen US-Dollar, Nettogewinn von 62,7 Millionen US-Dollar — ein Umsatzplus von 215 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allein im vierten Quartal verdiente DeFi Technologies netto 28,9 Millionen US-Dollar.

Das Problem liegt woanders. Valours verwaltetes Vermögen fiel von rund 989 Millionen kanadischen Dollar zum Ende des dritten Quartals auf 622,3 Millionen zum Jahresende — ein Rückgang von etwa 37 Prozent. Der CFO verwies auf niedrigere Kryptopreise und ein schwächeres durchschnittliches AUM im Schlussquartal als Ursache für den Einbruch beim operativen Ergebnis. B. Riley geht davon aus, dass das Unternehmen 2026 zumindest cashflow-neutral bleibt.

Nasdaq-Frist als strukturelles Risiko

Parallel zur Analystendebatte läuft eine Compliance-Uhr. Nasdaq hat DeFi Technologies darüber informiert, dass die Aktie 30 aufeinanderfolgende Handelstage unter der Mindestmarke von 1,00 US-Dollar geschlossen hat. Bis zum 1. September 2026 muss der Kurs mindestens zehn Handelstage in Folge über dieser Schwelle schließen. Gelingt das nicht, droht eine Verlängerungsfrist — verbunden mit der Pflicht, konkrete Maßnahmen anzukündigen, darunter möglicherweise ein Reverse-Split.

Trotzdem treibt das Management seine Expansionspläne voran. Im März 2026 verpflichtete Valour einen Chief Revenue Officer, der das institutionelle Vertriebsnetz in nordischen und europäischen Märkten ausbauen soll. Zusätzlich plant das Unternehmen, regulierte Fondsstrukturen wie UCITS und AMCs zu erweitern. Ob das ausreicht, um den Kurs bis September über die entscheidende Marke zu heben, wird sich in den kommenden Monaten zeigen — ohne eine Kurskorrektur nach oben bleibt ein Reverse-Split die wahrscheinlichste Lösung.

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