Deere präsentierte auf der CES 2026 in Las Vegas neue, KI-gesteuerte autonome Systeme – doch die Reaktion im vorbörslichen Handel heute fiel verhalten aus. Bank of America bestätigte ein „Neutral“-Rating und wies auf schwächere Farmer-Stimmung sowie eine erwartete Umsatzschwäche von rund 13% für das laufende Fiskaljahr hin. Kann die Technik den Nachfrageeinbruch ausgleichen?
Wichtige Fakten
– BofA belässt Deere auf „Neutral“ und favorisiert weiter bau-/baunahere Wettbewerber.
– Studie der Purdue University: 55% der befragten Landwirte wollen 2026 weniger Maschinen kaufen; nur 6% planen Zukäufe.
– Robeco reduzierte seine Position um 10,2% und hält jetzt etwa 219.088 Aktien (rund 100 Mio. US-Dollar).
Technologie vs. Nachfrage
Auf der CES zeigte Deere die neue See & Spray Ultimate-Generation und ein erweitertes „Operation Center“. Die Systeme kombinieren Hochgeschwindigkeitssensoren und KI, um Spritz- und Wasserzufuhr in Echtzeit an Feldbedingungen anzupassen. Daten aus autonomen Traktoren – Motorlaufzeiten, Bodenfeuchte, Nährstoffdaten – sollen so zu optimierten Bewirtschaftungsentscheidungen verdichtet werden. Das passt zur internen Maxime, so viele Daten wie Korn zu ernten.
Trotz der Technikbelege warnt BofA vor einer anhaltenden Nachfrageschwäche. Die Bank verweist auf Purdue-Daten: Viele Landwirte priorisieren Schuldentilgung nach der jüngsten 12-Milliarden-Dollar-Förderung und verschieben Maschinenkäufe. Das dämpft kurzfristig das Upside-Potenzial der Automatisierungsstory.
Bewertung und Kostenrisiken
Der Markt bewertet Deere derzeit mit einem KGV von etwa 26,1. Das liegt über dem US-Marktmittel, obwohl das Ergebnis je Aktie im letzten Jahr um rund 27% eingebrochen ist. Management gibt für Fiskaljahr 2026 einen Nettoergebnisrahmen von 4,0 bis 4,75 Mrd. USD an; das wäre ein Rückgang gegenüber 2025 (4,75–5,25 Mrd. USD).
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Als wesentlicher Belastungsfaktor gelten höhere direkte Zollkosten, die sich voraussichtlich von rund 600 Mio. auf etwa 1,2 Mrd. USD verdoppeln. Deere plant, dem mit 3–4% Preisanpassungen auf Modelljahr-2026-Equipment und einem disziplinierten Abbau gebrauchter Bestände entgegenzuwirken. In Nordamerika sank das Angebot großer Traktoren laut Management bereits um 45% im Jahresvergleich.
Ausblick
Kurzfristig bleibt die Aktie technisch in einer Konsolidierung. Entscheidend sind nach wie vor die Verkaufszahlen im nordamerikanischen Großagrarsektor, die Analysten für die kommenden Monate erneut um 15–20% fallen sehen. Internationale Stabilität, besonders in Brasilien, ist ein wichtiger Drehpunkt für das Fiskaljahr 2026.
Wichtig zu beobachten sind die weiteren Präsentationen dieser Woche auf der CES, in denen Deanna Kovar die Skalierbarkeit der autonomen Plattform erläutern soll, sowie die für Februar 2026 angesetzte Hauptversammlung. Dort erwarten Aktionäre konkrete Aussagen zur Nachfolge von Raj Kalathur, dem scheidenden Präsidenten von John Deere Financial.
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