Deere zeigt relative Stärke und hat in den vergangenen Wochen deutlich besser abgeschnitten als der breite Markt. Das Unternehmen nennt 2026 das „Bodenjahr“ im großen Landmaschinenzyklus – gleichzeitig baut Deere Technologien aus, die höhere margenstabile Erlöse versprechen. Kann das Innovationsprogramm die zyklischen und tarifbedingten Belastungen ausgleichen?
Wichtige Kennzahlen
– Monatliche Performance: plus 9,7% (vs. S&P 500: +0,2%).
– 90-Tage-Rendite: rund 11,24%.
– Umsatz-/Gewinnerwartung: Nettogewinn FY2026 prognostiziert zwischen 4,0 und 4,75 Mrd. USD.
– Tarifbelastung FY2026: etwa 1,2 Mrd. USD.
– Erwartetes Ergebnis je Aktie (aktuelles Quartal): ca. 1,92 USD.
– Aktueller Kursbereich: zuletzt rund 514,40 USD.
Führungswechsel und Kapitalallokation
Der CFO Joshua Jepsen hat seinen Rücktritt erklärt; Ryan D. Campbell übernimmt interimistisch. Das Management betont, der Wechsel stehe nicht im Zusammenhang mit Finanz- oder Betriebsstreitigkeiten. Dennoch fällt die Personalentscheidung in eine Phase, in der Kapitalallokation und Kostendisziplin hohe Priorität haben. Investoren müssen daher die Suche nach einem dauerhaften Nachfolger beobachten, weil finanzielle Planung und Prioritätensetzung davon betroffen sind.
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Zyklus, Margen und Kostenbekämpfung
Deere sieht 2026 als Tiefpunkt des großen Agrarzykls. Nordamerikanische Verkäufe im Segment Large Agriculture sollen um 15–20% sinken. Dem stehen erwartete Zuwächse von jeweils etwa 10% in Small Agriculture & Turf sowie Construction & Forestry gegenüber. Diese Aufteilung dämpft den Gesamtrückgang, bringt aber weiterhin Margendruck mit sich. Die geschätzte Tarifbelastung von rund 1,2 Mrd. USD bleibt ein relevanter Faktor. Deere plant, einen Teil davon über Preisanpassungen (ca. 1,5%) und Materialkostsenkungen auszugleichen.
Technologie als Wachstumshebel
Deere treibt autonome und Präzisionslösungen voran. Neuheiten im Pflug- und Bodenbearbeitungs-Portfolio umfassen High-Speed-Disks und erweiterte autonomy-ready Optionen für Ripper und Feldkultivatoren. See & Spray hat nach Unternehmensangaben bereits mehr als 5 Millionen Acres abgedeckt. Ziel ist es, höhere margenstabile wiederkehrende Umsätze aus Software und Datendiensten zu schaffen. Ob diese Erlösquellen die Auswirkungen von Fabrikentlassungen und dem Abschwung im Large-Equipment-Markt vollständig kompensieren, bleibt von der Marktdurchdringung und der Monetarisierung abhängig.
Kernaussage
Deere kombiniert kurzfristigen Zyklusdruck und tarifbedingte Kosten mit einem klaren Technologie-Fokus und moderatem Wachstum in Nebenbereichen. Entscheidend wird sein, inwieweit Preisrealisationen, Materialkostsenkungen und der Ausbau wiederkehrender Technologieerlöse die erwarteten Rückgänge im Large-Equipment-Geschäft abfedern können.
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