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DAX: Zins-Schock trifft Tech!

Der deutsche Leitindex schließt nahezu unverändert, nachdem Zinsängste Technologiewerte wie SAP belasteten. Defensive Titel wie BASF boten Halt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • SAP verliert über sechs Prozent an Wert
  • Rheinmetall gibt nach starkem Lauf nach
  • Defensive Werte wie BASF und Telekom steigen
  • Markt bleibt knapp unter 24.000 Punkten

Hartnäckige US-Inflationsdaten und enttäuschende heimische Produktionszahlen haben den deutschen Leitindex zum Wochenausklang in die Zange genommen. Während Technologiewerte massiv an Wert verloren, verhinderte die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung im Nahen Osten einen breiten Markteinbruch. Die psychologisch wichtige Marke von 24.000 Punkten erwies sich dabei erneut als unüberwindbare Barriere.

Zinsängste belasten Technologie und Rüstung

Verantwortlich für die Nervosität am Freitagnachmittag waren neue US-Verbraucherpreisdaten. Die Teuerungsrate jenseits des Atlantiks bleibt hoch, was die Erwartungen an baldige Zinssenkungen der US-Notenbank Fed deutlich dämpft. Das zinsreagible Technologie-Segment reagierte prompt: SAP verzeichnete einen starken Kursverlust von 6,39 Prozent und zog den Gesamtmarkt spürbar nach unten.

Auch bei den jüngsten Gewinnern griffen Anleger zu. Rheinmetall verbuchte ein Minus von 5,87 Prozent. Marktbeobachter führen diese Gewinnmitnahmen auf Spekulationen über auslaufende Sonderverträge und potenziellen Druck auf die Gewinnmargen des Rüstungskonzerns zurück. Abseits der großen Indextreiber sorgte ein konkreter Streikaufruf der Gewerkschaft Ufo für das Kabinenpersonal für Verkäufe bei der Lufthansa, deren Papiere um 1,85 Prozent nachgaben.

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Defensive Titel bieten Halt

Trotz dieser Belastungsfaktoren rutschte der Markt nicht tief in die Verlustzone ab. Letztlich schloss das Börsenbarometer nahezu unverändert mit einem minimalen Abschlag von 0,01 Prozent bei 23.803,95 Punkten. Stütze boten vor allem defensive Werte und Dividendentitel. BASF kletterte um 3,11 Prozent nach oben, getrieben von einer Stabilisierung der Energiepreise. Die Deutsche Telekom fungierte in dem unsicheren Umfeld als sicherer Hafen und schloss ebenfalls im Plus.

Technisch betrachtet befindet sich der Markt in einer anspruchsvollen Phase. Ein Relative-Stärke-Index (RSI) von 83,8 signalisiert ein stark überkauftes Niveau, was die aktuelle Konsolidierung knapp unterhalb der 24.000-Punkte-Marke untermauert.

In der neuen Handelswoche rückt neben der geopolitischen Lage im Nahen Osten die beginnende US-Berichtssaison in den Vordergrund. Erste Quartalszahlen der amerikanischen Großbanken werden konkrete Hinweise liefern, wie stark das aktuelle Hochzinsumfeld die Unternehmensgewinne tatsächlich beeinflusst.

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