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DAX: Vierte Bestmarke in Serie

Der DAX steuert auf eine vierte Bestmarke zu, gestützt durch Ölpreisrückgang und positive Quartalszahlen von DHL und Fresenius.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • DAX startet mit Plus von 0,78 Prozent
  • Hoffnung auf Hormus-Deal senkt Ölpreise
  • DHL erhöht Aktienrückkauf auf 6,5 Milliarden
  • Fresenius Kabi mit starkem Umsatzwachstum

Der DAX steuert auf seinen nächsten Rekord zu — und diesmal treibt nicht nur die Berichtssaison die Kurse, sondern auch eine mögliche Entspannung am Golf. Vorbörsliche Indikationen deuten auf ein Startplus von 0,78 Prozent bei 26.407 Punkten hin. Das würde die erst am Dienstag aufgestellte Bestmarke von 26.202 Punkten zum Handelsschluss noch einmal übertreffen.

Hoffnung auf Hormus-Lösung drückt Ölpreis

Auslöser der guten Stimmung ist die Aussicht auf eine Übergangslösung zwischen den USA, dem Iran und Oman zur Öffnung der Straße von Hormus. Die für den globalen Öltransport zentrale Meerenge könnte damit von der Blockadegefahr befreit werden — die Ölpreise reagierten bereits mit einem deutlichen Rückgang. Sinkende Energiekosten dämpfen die Inflationserwartungen und nehmen den Notenbanken Druck von der Zinsschraube. Für Unternehmen bedeutet das potenziell günstigere Finanzierungskosten, ein Effekt, der sich direkt in höheren Aktienkursen niederschlagen kann.

Am Dienstag hatten bereits Infineon, Bayer und Siemens Energy zu den Gewinnern gezählt, während Fresenius Medical Care und Zalando das Schlusslicht bildeten. Die geplante Fusion von AstraZeneca und Bristol-Myers Squibb sorgt zusätzlich für Übernahmefantasie im Pharmasektor.

Bilanzsaison läuft auf Hochtouren

Der Mittwoch bringt mit DHL Group, Siemens Energy, Vonovia, Infineon, Fresenius und Beiersdorf gleich sechs Dax-Schwergewichte mit Quartalszahlen. Zwei Unternehmen lieferten bereits handfeste Fakten.

DHL stockt sein laufendes Aktienrückkaufprogramm um 500 Millionen Euro auf bis zu 6,5 Milliarden Euro auf und verlängert es bis Ende 2027. Rückenwind gaben Rückzahlungen im Zusammenhang mit US-Zollmaßnahmen, die den Barmittelfluss im zweiten Quartal auf 569 Millionen Euro trieben — mehr als 70 Prozent über dem Vorjahreswert.

Bei Fresenius zeigte die Sparte Kabi Stärke: Der organische Umsatz kletterte um 7 Prozent auf 2,244 Milliarden Euro, das Biopharma-Geschäft mit Produkten wie Tyenne und den Denosumab-Biosimilars wuchs sogar um 38 Prozent auf 260 Millionen Euro. Das EBIT vor Sondereinflüssen stieg um 11 Prozent, die Marge verbesserte sich auf 17,0 Prozent.

In den USA hatten zudem AMD und SpaceX ihre Zahlen vorgelegt. AMD übertraf beim Server-CPU-Geschäft die Erwartungen deutlich, während SpaceX ankündigte, künftig auf Nvidia-Speicherchips statt AMD-Produkte zu setzen.

Der Rest der Woche dürfte im Zeichen der übrigen Dax-Bilanzen stehen. Wie die Straße-von-Hormus-Gespräche ausgehen, könnte sich noch am heutigen Mittwoch entscheiden — die US-Regierung strebt laut Berichten eine Einigung binnen des Tages an.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.