Der deutsche Leitindex hat eine turbulente Handelswoche mit einem kräftigen Minus beendet. Enttäuschende Nachrichten vom politischen Parkett und neue Sorgen um die US-Geldpolitik drückten den Index unter eine psychologisch wichtige Marke.
Am Freitag verlor der DAX 2,07 Prozent und schloss bei 23.950,57 Punkten. Damit liegt die Performance seit Jahresbeginn bei minus 2,40 Prozent. Die Hoffnung auf eine Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China wich einer herben Ernüchterung.
Politische Spannungen belasten das Parkett
Das Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping lieferte nicht die erhofften Ergebnisse. Parallel dazu bestätigte der US-Senat einen geldpolitischen Hardliner als neuen Chef der Federal Reserve. Marktteilnehmer befürchten nun eine restriktivere Gangart der US-Notenbank.
Die Eskalation im Iran-Konflikt verschärfte die Lage zusätzlich. Steigende Ölpreise schüren Ängste vor neuem Inflationsdruck. Diese Entwicklung belastete besonders die exportabhängige deutsche Industrie.
Technische Eintrübung und Volatilität
Der Index durchbrach am Freitag die technisch relevante 200-Tage-Linie, die aktuell bei 24.128,43 Punkten verläuft. Auch die 100-Tage-Linie ging im Zuge des Ausverkaufs verloren. Die Nervosität am Markt nahm spürbar zu.
Der Volatilitätsindex VDAX-NEW kletterte sprunghaft auf 21,75 Prozent. Währenddessen signalisiert der Relative-Stärke-Index (RSI) mit einem Wert von 82,7 eine zuvor extrem überkaufte Lage. Die nächste Unterstützung wird nun bei 23.827 Punkten verortet.
SAP als Fels in der Brandung
Nur drei DAX-Werte retteten sich am Freitag ins Plus. SAP führte die Gewinnerliste mit einem Zuwachs von 2,27 Prozent an. Das Softwareunternehmen profitierte von starken Wachstumszahlen im Cloud-Geschäft.
Am Ende der Kurstafel standen zyklische Titel. Heidelberg Materials verlor über sieben Prozent, da steigende Energiekosten die Margen bedrohen. Siemens und MTU Aero Engines gaben jeweils mehr als fünf Prozent nach.
Ausblick auf die neue Woche
Die kommende Woche steht im Zeichen zahlreicher Hauptversammlungen. Am Dienstag präsentieren sich Puma und Covestro ihren Aktionären. Am Mittwoch folgt die Deutsche Bank mit Details zur Strategie im veränderten Zinsumfeld.
Neue Impulse kommen am Montagmorgen aus Asien. China veröffentlicht Daten zur Industrieproduktion und zum Einzelhandel. Diese Zahlen werden die Richtung für den Handelsauftakt in Frankfurt vorgeben.
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