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DAX: Supreme Court spricht Bayer frei

Ein US-Gerichtsurteil entlastet Bayer im Glyphosat-Streit und treibt den DAX auf ein neues Hoch. Positive US-Konjunkturdaten stützen, Inflationssorgen bremsen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Bayer-Aktie steigt nach Supreme-Court-Urteil
  • DAX schließt knapp unter 25.000 Punkten
  • Merck KGaA profitiert von Bio-Techne-Übernahme
  • US-Inflationsdaten dämpfen Handelsende

Ein Gerichtsurteil aus Washington hat den DAX am Donnerstag kräftig angeschoben. Der US Supreme Court entschied 7:2 zugunsten von Bayer im Glyphosat-Rechtsstreit — und befreite den Konzern damit von einem massiven Haftungsrisiko. Der Leitindex schloss mit einem Plus von 1,03 Prozent bei 24.994,83 Punkten, knapp unter der psychologisch wichtigen 25.000er-Marke.

Bayer als Zugpferd, FMC als Bremsklotz

Bayer legte am Handelstag um 18,7 Prozent zu. Das Gericht urteilte, dass der Konzern nicht wegen fehlender Krebswarnungen auf Roundup-Verpackungen haftet — Bundesrecht habe Vorrang vor Landesrecht. Das dämmt jahrelange juristische Unsicherheit erheblich ein.

Merck KGaA gewann 4,9 Prozent, nachdem der Markt die Übernahme von Bio-Techne für rund 9,9 Milliarden Euro positiv aufnahm. Infineon stieg 3,1 Prozent, gestützt durch starke Quartalszahlen des US-Konkurrenten Micron.

Auf der Verliererseite stand Fresenius Medical Care mit einem Minus von 2,9 Prozent. Zeitweise sackte die Aktie um bis zu 7 Prozent ab — ausgelöst durch einen enttäuschenden Vergütungsvorschlag der US-Behörden für Dialyseleistungen. SAP verlor 2,42 Prozent. Jefferies senkte das Kursziel auf 210 Euro, und Aussagen von CEO Klein zur KI-gestützten Softwareentwicklung sorgten für zusätzliche Verunsicherung.

Makro: Gute BIP-Daten, aber Inflationsdruck bleibt

Den Nachmittagsschub lieferten revidierte US-BIP-Daten für das erste Quartal. Das annualisierte Plus von 2,1 Prozent übertraf die Erwartungen. Der DAX erreichte sein Tageshoch bei 25.088 Punkten.

Dann kamen die Inflationsdaten. Die US-Kernrate (PCE) für Mai lag bei 3,4 Prozent — ein klares Signal, dass der Preisdruck anhält. EZB-Direktorin Isabel Schnabel mahnte parallel weitere Zinserhöhungen an. Beides löste gegen Handelsende Gewinnmitnahmen aus.

Kein Wunder, dass der Index die 25.000 nicht halten konnte.

Technisch solide, Stimmung noch gedrückt

Der DAX stabilisierte sich über dem 10-Tage-EMA bei 24.880 Punkten — ein konstruktives Signal. Auf Jahressicht liegt der Index rund 1,86 Prozent im Plus und notiert knapp zwei Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 25.507 Punkten. Das nächste technische Kursziel liegt bei 25.500 Punkten; die Unterstützung bei 24.800 Punkten gilt als kurzfristige Haltelinie.

Der Angst-und-Gier-Index notiert bei 26 Punkten — ein Niveau, das historisch häufig als konträres Kaufsignal wirkte. Das Handelsvolumen lag leicht über dem Fünf-Tage-Durchschnitt, was den Ausbruchsversuch stützt.

Am Freitag rückt der Kryptomarkt ins Blickfeld: Bitcoin-Optionen im Wert von rund 10 Milliarden US-Dollar verfallen — ein Ereignis, das die Risikobereitschaft institutioneller Anleger kurzfristig beeinflussen kann und damit auch die Stimmung an den Aktienmärkten.

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Diskussion zu DAX

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.